Ein kleiner Spaziergang zum Schwarzen Wehr am Fuchsbach. Der gesamte Weg ist etwas mehr als 3 km lang und auch gut für Buggy, Kinderwagen und Fahrrad geeignet. Bitte beachtet die Wegpunkte!
Das Schwarze Wehr ist Teil der Wässerwiesen, wie auch das Offenbacher Wehr oder das Ottersheimer Wehr. Wässerwiesen gibt es in ganz Rheinland-Pfalz und im Saarland. Reste von Wiesenwässerungseinrichtungen sind am besten in den Queichwiesen zwischen Landau und Germersheim erhalten.
Am Fuchsbach auf den Hochstadter Queichwiesen befindet sich das “Schwarze Wehr”, so genannt, weil es offensichtlich an der Schwarzlach erbaut wurde, einem heute nicht mehr existierenden Be- und Entwässerungsgraben, dessen Funktion späterhin der Fuchsbach übernommen hat. In Hochstadt wird der Name Fuchsbach selten gebraucht sondern “Gräwel”. Diese Bezeichnung deutet daraufhin, dass es sich um einen künstlichen Wasserlauf, also um einen Graben handelt.
Was sind Wässerwiesen?
Früher war der Stalldünger des Vieh der Hauptlieferant, um das Ackerland zu düngen. Die Wiesen waren die Futtergrundlage für die Rinder, der Stalldünger reichte jedoch für die Äcker nicht aus. Da die Bäche damals noch ungeklärtes, nährstoffreiches Wasser führten, konnten die Wiesen mit Hilfe der Wiesenbewässerung versorgt werden.
An der Queich wird (teilweise bis heute) an genau festgelegten Tagen für ca. 2 Tage das Wasser angestaut und in die Bewässerungsgräben geleitet. Diese liegen etwas über dem Wiesenniveau. Dann werden in den Bewässerungsgräben kleinere Schieber geschlossen, das Wasser tritt über und sickert in den Boden.
Das Wasser fließt auf Grund des leichten Gefälles wieder in weitere Entwässerungsgräben, diese können wiederum Bewässerungsgräben für tiefer gelegene Wiese sein. Das nicht versicklerte Wasser wird wieder dem Bach zugeführt, oft erst nach vielen Kilometern. Das Wasser darf nur kurz auf den Wiesen stehen, da sonst die Sauerstoffzufuhr unterbunden wird. Die meisten Wehre enstanden im 18 Jhd. für die Holztrift.
Durch die bis heute aktive Nutzung des Bewässerungsystems wurde auch der Lebensraum des Weißstorchs wieder aktiviert. Weißstörche aus ganz Deutschland, die in den Süden ziehen, rasten hier. Anfang August während der Sommerwässerung sind es regelmäßig weit über 100 Störche entlang der Queich. Auch beim Schwarzen Wehr können in den Sommermonaten Störche beobachtet werden.
Zum Cache:
Da direkt am Wehr kein Versteck für einen Tradi ist, wurde ein kleiner Kurzmulti daraus: Mit wievielen Schrauben sind die roten Staubretter befestigt (=x)?
Der Cache liegt bei
N 49 12.(49*x)-40
E 008 13.(43*x)-35
Ihr befindet euch in einem Naturschutzgebiet/Biotop, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden.
Viel Glück und Spaß bei der Suche wünscht
dbox