Als die Tiere den Wald verließen ist der erste Titel einer Kinder- und Jugendbuchreihe von Colin Dann. Es wurde zuerst 1979 veröffentlicht. Eine gekürzte Version von 70 Seiten wurde 1993 veröffentlicht, um die gleichnamige Fernsehserie zu begleiten.
Die Bücher erzählen die Geschichte einer Gruppe von Waldtieren, deren Heimat von Menschen zerstört wurde. Sie hören von einem Naturreservat, dem Weißhirschpark, wo sie abseits der Menschen sicher leben könnten, und beschließen, die Reise zusammen zu unternehmen. Sie schwören, einander zu schützen, bis sie ihren Bestimmungsort erreichen.
Die Originalausgabe wurde 1979 veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt war noch keine Fortsetzung geplant. Der Erfolg des Buches führte zu weiteren Romanen, die die Abenteuer der Tiere weitererzählen, nachdem sie den Weißhirschpark erreicht hatten
Handlung
Die Menschen haben die Heide, die einen fiktiven Wald („Farthing Wood“) umgibt, ausgegraben, um Platz für Häuser zu schaffen. Da selbst der Teich im Wald gefüllt wird und sogar der Bach nach einer andauernden Dürre nur noch aus einem kleinen Rinnsal besteht, rufen Dachs und Fuchs alle Bewohner des Waldes zu einer Versammlung zusammen, in der Hoffnung, eine Lösung für dieses Problem zu finden. Sie erkennen, dass es keinen Sinn hat, den Menschen standzuhalten, und sie daher wohl mit ihrem Ende rechnen müssten.
Dies ändert sich allerdings, als Kröte zur Versammlung kommt. Er erklärt, dass er in einem Marmeladenglas gefangen worden und weit weggebracht worden war. Schließlich schaffte er es jedoch zu entkommen und folgte seinem Instinkt, der ihn nach Hause führte. Unterwegs kam er an einem Naturreservat, dem Weißhirschpark, vorbei.
Die Tiere beschließen, ihren Wald zu verlassen und sich auf die Reise zum Weißhirschpark zu begeben, stets mit der Hoffnung, dass sie dort vor Menschen sicher sein werden.
Nachdem die Tiere geschworen hatten, einander während der Reise nicht zu fressen und sich gegenseitig zu helfen, brechen sie mit Fuchs als Leiter und der Kröte als ihr Führer auf.
Probleme entstehen wegen der unterschiedlichen Fähigkeiten jedes Tieres schon sehr früh, wie zum Beispiel, wie schnell sie gehen oder das, was sie essen dürfen. Nachdem sie ein Wohnviertel einer Stadt und eine vielbefahrene Straße überlebt haben, finden die Tiere Zuflucht in einem Sumpfland. Die Eidechsen entscheiden sich, zu bleiben, da die Reise für sie zu anstrengend ist.
Die Tiere werden gezwungen, von den Eidechsen zu fliehen, da ein Waldbrand, verursacht durch einen Zigarettenstummel, sie bedroht. Das Schicksal der Eidechsen ist unbekannt.
Die Tiere suchen in einer offenen Scheune Schutz, nachdem sie das Feuer überlebt haben, werden jedoch vom Bauern in dessen Scheune gefangen gehalten, da er glaubt, der Fuchs habe seine Hühner gefressen. Die Fasanen, die die Aufgabe hatten, vor der Scheune Wache zu halten, wurden von dem Bauern im Schlaf überrascht und sofort erschossen. Die Tiere schaffen es, einen Tunnel zu graben, und suchen in einem Wäldchen Schutz, bevor sie einen Fluss erreichen. Während sie hinüber schwimmen, brechen die Kaninchen in Panik aus, woraufhin ihnen der Fuchs zu Hilfe eilt. Nachdem er die Kaninchen gerettet hat, ist er zu müde, um zu schwimmen und wird von Treibholz getroffen. Die Führung des für tot geglaubten Fuchses übernimmt Dachs. Die Reise wird fortgesetzt.
Fuchs, der den Unfall überlebt hatte, trifft auf der Suche nach seinen Freunden auf Füchsin. Er entdeckt auch, dass sie im Territorium der Fuchsjagden sind. Füchsin hilft Fuchs, die anderen Tiere zu finden. Dabei erregen sie bald die Aufmerksamkeit der Jagdgesellschaft. Doch nachdem Kreuzotter eines der Jagdpferde in den Fuß beißt, wird die Jagd beendet. Füchsin wird in die Gruppe aufgenommen.
Eine Stadt ist das letzte Hindernis auf der Reise der Tiere, nachdem sie einen Steinbruch, eine Autobahn und ein mit Pestiziden vergiftetes Feld überlebt haben.
Der Schwur zum gegenseitigen Schutz
Der Schwur spielt eine Hauptrolle in der Reise und den folgenden Büchern. Während der ersten Versammlung im Wald wird ein Schwur zum gegenseitigen Schutz, um die kleineren Tiere zu schützen, insbesondere vor der Kreuzotter. Diese Idee wurde Fuchs zufolge von dem Vater von Dachs eingeführt. Am Ende willigen sie ein, den Schwur nach ihrer Ankunft im Weißhirschpark fortzusetzen.
Die Kröte
Die Kröten (Bufonidae) bilden eine Familie innerhalb der Ordnung der Froschlurche. Weltweit sind mehr als 600 Arten auf allen Kontinenten verbreitet..
Zu anatomischen und morphologischen Merkmalen vergleiche Neobatrachia sowie echte Kröten. Viele Arten der Familie haben beispielsweise eine warzige, drüsenreiche Haut und eher kurze Hinterbeine. Es gibt sowohl Arten mit aquatiler Kaulquappenphase als auch solche mit direkter Entwicklung innerhalb der Eier (dann schlüpfen fertige Jungkröten aus den Eiern). Mit den Gattungen Nectophrynoides und Nimbaphrynoides sind außerdem die einzigen lebendgebärenden Froschlurche vertreten. Die mit fast 300 Arten bei weitem umfangreichste Gattung der Familie Bufonidae sind die namensgebenden Echten Kröten (Bufo) – zumindest, wenn man dieses Taxon systematisch nicht weiter differenziert und auflöst (siehe unten).
Die Körperlänge der Männchen beträgt in Mitteleuropa bis zu neun Zentimeter, die Weibchen werden bis zu zwölf Zentimeter lang. Weibliche südeuropäische Vertreter der (umstrittenen) Unterart Bufo bufo spinosus, die unter anderem spitze Hornwarzen und weiße Flecken aufweisen, können bis zu 15 Zentimeter Kopf-Rumpf-Länge erreichen. Ein laichbereites Weibchen der Nominatform kann ausnahmsweise mehr als 150 Gramm wiegen; die meisten erwachsenen Erdkröten in Mitteleuropa haben jedoch ein Gewicht ungefähr zwischen 30 und 50 Gramm (Männchen) bzw. zwischen 50 und 100 Gramm (Weibchen). Die relativ plumpen Tiere besitzen einen gedrungenen, oberseits von warzigen Hautdrüsen übersäten Körper mit einem breiten, kurzschnauzig gerundeten Kopf. An dessen Hinterseite fallen stark hervortretende, paarige, bohnenförmige Drüsen (Parotiden) auf, die Hautgifte zur Abwehr von Fressfeinden enthalten. Die Oberseite ist meist grau- bis rotbraun; die Männchen sind manchmal schwarzbraun oder auch hell-lehmfarben, während die Weibchen mehr Rotanteile haben. Es können auch, vorwiegend bei Männchen, verwaschen wirkende dunkle Flecken vorhanden sein. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtern schmutzigweiß und dabei durchgehend grau-schwarz gesprenkelt. Die Pupillen sind waagerecht elliptisch geformt, die Iris erscheint kupferfarben bis rotgolden („bernsteinfarben“). Erdkröten haben recht kurze Hinterbeine und bewegen sich auf allen vieren schreitend, bei Beunruhigung aber auch hüpfend vorwärts. Die Männchen können zur Paarungszeit auch an den braunen bis schwarzen Brunstschwielen der jeweils drei inneren Finger erkannt werden. Zudem haben sie kräftigere Vorderbeine, einen flacheren Kopf und bleiben im Durchschnitt kleiner als die Weibchen. Erdkrötenmännchen besitzen, anders als etwa Wechsel- oder Kreuzkröten, keine Schallblasen