Herzlich willkommen zu unserem Snatgang Teil 13. Wir gehen gemeinsam die Grenzen von Ottensen ab und erzählen ein wenig Geschichte.....
Bei diesem Cache geht es um die Ziegelei in Ottensen. Dort wurden Ziegelsteine und Dachziegel gebrannt. Der „Ottenser Stein“ ist so hart, dass es mache Bohrmaschine zur Weißglut bringt.
Hier ein paar Informationen zur Ziegelei: Sie war in Betrieb von: 1890-1968
Besitzer seit 1890:
Familie Behrens,Ottensen
Eli Philippsohn
Oskar Philippsohn
Rolf Philippsohn
Klaus Rolfs
I. und. G. Wöbbeking
Technisches:
Der Rundofen der Ziegelei wurde mit Kohle beheizt. Die Saison begann im März und endete im November, in dieser Zeit ging der Ofen nie aus. Der Ringofen wurde von oben mit feiner Kohle beheizt, die Brenntemperatur betrug 1100 Grad. Dadurch erhielten die Steine eine große Härte.und Festigkeit. Täglich wurden 35.000 Steine hergestellt. Die rote Farbe erhielten die Steine durch den Eisenoxydgehalt des Tons.
Arbeiter:
Um ca. 1955 arbeiteten hier 45 Personen. 50% davon waren Gastarbeiter aus dem Lipperland.Die sogenannten Brenner waren meistens aus der Nähe von Detmold. Kost und Logie hatten sie auf dem Ziegeleigelände im Arbeiterhaus.
Größe und Ausmaße:
Der Schornstein, früher das Wahrzeichen von Ottensen, war 44 m hoch. Gesamthöhe heute: 18 m. davon ca. 7 - 8 m über dem Dachaustritt. Der Durchmesser beträgt: 4 m.
Der Schornstein ist jetzt abgedeckt und wird in dieser Höhe bleiben.Der Ton wurde um 1900 am westlichen Rande des Dorfes abgebaut (heute auf dem Anger und vor dem Winkel), und mit Pferdegespannen zur Ziegelei gebracht. Später wurde dann hier auf dem westlichen Gelände gefördert. Nach der erneuten Inbetriebnahme, nach 1945, konnte der Besitzer die Tonkuhle in der Fläche nicht mehr erweitern. Es mußte also sehr tief gefördert werden. Durch den hohen Schiefer anteil des Rohmaterials mußte zur Förderung gesprengt werden. Mit Loren wurde es hoch gezogen und im Koller erstmals grob zerkleinert. In der Schnecke wurde es weiter zerkleinert. Die Energie zur Aufbereitung lieferte eine Dampfmaschine. Der Ton für Dachziegel lagerte ein Jahr lang neben der Ziegelei, zum sogenannten Auswintern. Die maschinell geformten Ziegel lagerten vor dem Brennen etwa 10 - 14 Tage in bedachten Trockenlagern.
Vor der jetzigen Nutzung durch den Landkreis war die Tonkuhle einige Zeit Mülldeponie des VW Werkes in Hannover. Im alten Ziegeleigebäude werden derzeit Boote und andere Dinge gelagert.
Ziegelei Ausstellung Lindhorst
Die Ziegelei-Ausstellung beinhaltet ein wichtiges Stück Industriegeschichte:
Die Schaumburger Ziegelindustrie, ihre Entwicklung und Bedeutung. Ausgehend vom Rohstoff Lehm wird der Weg von der Handstrichziegelei von ca. 1860 bis zur Maschinenproduktion in den 1950er Jahren nachgezeichnet. Das Museum gewährt seinen Besuchern an einem maßstabsgerechten Modell Einblicke in die Arbeits- und Produktionsabläufe einer Dampfziegelei. Gezeigt wird u.a. auch als Teilansicht der "Hofmannsche Ringofen" für den Ziegelbrand. Das Museum enthält außerdem etliche Arbeitsgerätschaften für den Tonabbau sowie Stellwände mit Fotos und Informationsmaterial.
Weiter Infos:
https://bergbaumuseumlindhorst.jimdofree.com/ziegelei-museum-lindhorst/