Ein geheimnisvoller Ort mitten in der Stadt?
Ein Mord, unzählige Brände, eine große Explosion, alles verfallen, voller Graffiti und Müll.
Aber interessant ist es doch...

Seit 1992 schon ist das Reme-Gelände verlassen. Mehr als vier Jahrzehnte waren auf dem Areal Panzer und Militärfahrzeuge der britischen Rheinarmee repariert und gewartet worden.Zurück bleibt eine riesige leere Halle und ein, in Teilen, mit Altlasten verseuchtes Gelände.

1948 war man in Mönchengladbach froh, als im September die Werkstattkompanie in die Werkshallen der früheren Stahlbaufirma Weller einzog. Auf einen Schlag stellte die Einheit 850 Gladbacher Zivilbeschäftigte als Kfz-Mechaniker und Facharbeiter ein. Denn die britischen Militärfahrzeuge waren von den Kämpfen gezeichnet und mussten repariert werden. Aus der Werkstattkompanie des 1. Britischen Korps wurde 1962 schließlich der "37 Rhine Workshop", die größte stationäre Werkstatt westlich des Rheins und die zweitgrößte in Deutschland überhaupt. Zeitweise waren bis zu 1500 Zivilpersonen auf dem Areal beschäftigt, die nur für einen einzigen, aber sehr zuverlässigen Kunden arbeiteten: die britische Rheinarmee.
Zu Beginn gab es noch reichlich Schwierigkeiten: Die Gebäude waren durch Bomben beschädigt (die Firma Weller hatte U-Boot-Teile für die Marine gebaut und zählte damit zur Rüstungsindustrie), es gab keine Toiletten, die Werkshallen waren unbeheizt und schlecht beleuchtet, Maschinen waren defekt und es gab nur wenige Werkzeuge. Die britischen Streitkräfte mussten in ihre neue Werkstatt erstmal kräftig investieren. Dafür wurden Panzer, Panzerspähwagen, Bergungs-, Brückenleger- und Minenräumpanzer, Schlepp- und Transportfahrzeuge, Amphibienfahrzeuge, Sturmboote, Waffen und technisches Gerät.

Die Aussichten für die Zukunft:
überwiegend autofrei, mit einem urbanen Freiraumkonzept und in Grün eingebetteten Nachbarschaftsplätzen. Insgesamt rund 300 Wohneinheiten mit einem breiten Spektrum an unterschiedlichen Wohnformen (60 Einfamilienhäuser und mehr als 200 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern) sollen den Standort für alle Nutzergruppen interessant machen. Als städtebauliche Landmarke und Reminiszenz an die frühere militärische Nutzung soll die 190 Meter lange Panzerhalle an der Lürriper Straße in ihre zeittypischen Stahlskelettbauweise größtenteils erhalten bleiben. Hier ist hier eine Mischnutzung aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie sowie eine Kindertagesstätte, jedoch ohne Wohnen geplant. Die Panzerhalle, aber auch das ehemalige Kesselhaus mit Schornstein, machen die Planung für das Areal spannend wie aufwendig.

Wir sind gespannt!
Aus gegebenem Anlass (ich wurde von einem Geocacher aufgefordert den Cache zu entfernen, weil das Gelände bewacht und abgesperrt wäre) möchte ich betonen, dass unser Cache nicht auf dem Gelände, sondern ausserhalb liegt und auch schon immer lag!!!
Quellen https:/rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/so-sieht-es-heute-auf- dem-reme-gelaende-aus_bid-21556571#2 https:/wirtschaftsstandort-niederrhein.de/reme-investor-die-stadt- moenchengladbach-nutzt-ihre-chancen/