Das ist der 29. Cache von 3di_3bi.
Carl Hugo Erbslöh gründete 1876 in Düsseldorf ein Großhandelsunternehmen für Chemikalien und Mineralien. Sein Interesse galt dem Kaolin, einem Gestein welches unter anderem zur Herstellung von Papier und Porzellan sowie in der Lebensmittelindustrie Verwendung findet. Auf der Suche nach neuen Vorkommen, um sich von der Einfuhr von englischem Kaolin, dem sogenanntem China Clay unabhängig zu machen, erwarb er 1892 in Geisenheim von Eduard von Lade die nach Bergrecht auf Ton und Kaolin verliehenen Felder Rothenberg und Becht. Die Geisenheimer Lagerstätten zeichneten sich aus durch stark kaolinisierte Quarzkeratophyre, aus denen unter hydrothermalen Bedingungen fast reiner, weißer Kaolin entstand, der als „Geisenheimer Porzellanton“ bekannt wurde.
Die Felder wurden sowohl im Tagebau aufgeschlossen, als auch im Tiefbau ausgerichtet. Dafür wurde ein 500 m langer Stollen mit einer Lorenbahn von der Siedlung Pflänzer bis zum Rothenberg getrieben. Gleichzeitig wurde direkt an der Bahnlinie mit dem Bau einer Schlämmerei begonnen.
Wegen Erschöpfung der Lagerstätte wurde 1975 der Kaolinabbau in Geisenheim beendet.
Die durch den ehemaligen Kaolin-Tagebau entstandene Fläche am Rothenberg wurde 1993 durch das Regierungspräsidium Darmstadt zum Naturschutzgebiet Kaolingrube von Geisenheim mit der Nummer 1439030 erklärt und sollte als Lebens- und Rückzugsraum seltener und bestandsbedrohter Tier- und Pflanzenarten dienen, eine natürliche Vegetationsentwicklung sollte entstehen. Jedoch bereite ein ständiges Nachrutschen der steilen Böschungen große Probleme. Das damals immer noch unter Bergrecht stehende Gelände wurde daher durch die Bergbehörde mit Erdaushub verfüllt. Der Schutzstatus wurde daraufhin 2015 aufgehoben.
Quelle: Wikipedia
Foto: Erbslöh (Kaolin-Abbau im Rothenberg)
Bitte hinterlasst den Cache so, wie Ihr ihn vorgefunden habt. Eure Nachfolger werden sich darüber sehr freuen.
So, und nun viel Spaß beim Suchen!