Ihr befindet euch an einer Stelle, wo 1828 die ersten Urnengräber aus der Hall-
stadtkultur (700-500 vor Christus) entdeckt wurden. Die Gräber waren mit schweren Basaltplatten aus
dem Neurother Hahn bedeckt. Man entdeckten die Gräber, als ein Vicinalweg durch die Lieblings-
heide gebaut werden sollte und die Bilkheimer die zu Haufen aufgeschichteten Balsaltblöcke abbauten.
Man entdeckte, daß sich unter den Steinhaufen Grabhügel befanden, die mit Basaltplatten kreisförmig
eingefaßt waren. 1934/35 sollte ein Feldweg über die Lieblingsheide gebaut weden. Dabei entdeckte
man Flachgräber, die nur mit einer Basaltplatte abgedeckt waren.
Bei den Erbauern der Gräber handelte es sich um einen Volksstamm, der im Elbtal, der unteren Lahn,
im Unterwesterwald, im Neuwieder Becken und jeseits des Rheins, im Hunsrück und in der Eifel boden-
ständig war. Es handelte sich um Nachfahren der sogenannten Urnengräberleute, deren Zug von Süd-
deutschland nach Norden von germanischen Stämmen gestoppt wurde.
Die Funde aus den geöffneten Gräbern kann man heute im Nassauischen Heimatmuseum in Wiesbaden
besichtigen.