Historische Angelei in Dittersdorf – Station 4
Mit dieser Runde möchte ich euch meine Heimat am Rande des Erzgebirges etwas näher bringen, sowohl was die schöne Landschaft als auch die Historie angeht. Mit der Cacherei und der Geschichte verbinde ich hier zwei Aspekte, die mein Leben maßgeblich mitprägen und bereichern.
Zunächst war ich selbst skeptisch, was Angelcaches angeht – extra eine Angel für die Dosenjagd anschaffen, muss das sein? Aber inzwischen habe ich Gefallen an der Abwechslung und Herausforderung gefunden und deshalb beschlossen, eine eigene Angelrunde zu legen (oder zu hängen?). Dabei habe ich versucht, schöne Bäume für die Route auszusuchen. An jeder Station erwarten euch zwei Fragen zur Ortsgeschichte von Dittersdorf, die ihr mithilfe des jeweiligen Listings beantworten könnt und zur Errechnung der Bonuskoordinaten benötigt.
Für den Fußweg kann ich euch noch folgenden Tipp mit auf den Weg geben: absolviert die Runde in chronologischer Reihenfolge (wie das in der Geschichte nunmal so üblich ist), denn zwischen den Stationen sechs und sieben gehts ganz schön steil bergab, demzufolge wäre in umgekehrter Reihenfolge ein sehr langer, giftiger Anstieg zu bewältigen. Da die Route hauptsächlich am und im Wald entlangführt, herrscht absolutes Nachtsuchverbot! Parkmöglichkeiten gibt es auf der Ernst-Thälmann-Straße in Dittersdorf.
Reformation
In Dittersdorf wird 1539 durch Hildebrand von Einsiedel die Reformation eingeführt. Im Ort gibt es in Kirchensachen die kuriose Situation, dass der südliche Teil zur Filialkirche Weißbach des Pfarrbezirks Gelenau gehört, der nördliche Teil zur Filialkirche des Pfarrbezirks Einsiedel. Der Dorfbach bildete dabei die Grenze. Der Einsiedler Pfarrer Jakob Dörfler, für den Norden Dittersdorfs zuständig, wurde 1540 als „ungeschick“ (hing nach wie vor römisch-katholischen Formalitäten an) eingestuft und zwangsweise in den Ruhestand versetzt.