Historische Angelei in Dittersdorf – Station 9
Mit dieser Runde möchte ich euch meine Heimat am Rande des Erzgebirges etwas näher bringen, sowohl was die schöne Landschaft als auch die Historie angeht. Mit der Cacherei und der Geschichte verbinde ich hier zwei Aspekte, die mein Leben maßgeblich mitprägen und bereichern.
Zunächst war ich selbst skeptisch, was Angelcaches angeht – extra eine Angel für die Dosenjagd anschaffen, muss das sein? Aber inzwischen habe ich Gefallen an der Abwechslung und Herausforderung gefunden und deshalb beschlossen, eine eigene Angelrunde zu legen (oder zu hängen?). Dabei habe ich versucht, schöne Bäume für die Route auszusuchen. An jeder Station erwarten euch zwei Fragen zur Ortsgeschichte von Dittersdorf, die ihr mithilfe des jeweiligen Listings beantworten könnt und zur Errechnung der Bonuskoordinaten benötigt.
Für den Fußweg kann ich euch noch folgenden Tipp mit auf den Weg geben: absolviert die Runde in chronologischer Reihenfolge (wie das in der Geschichte nunmal so üblich ist), denn zwischen den Stationen sechs und sieben gehts ganz schön steil bergab, demzufolge wäre in umgekehrter Reihenfolge ein sehr langer, giftiger Anstieg zu bewältigen. Da die Route hauptsächlich am und im Wald entlangführt, herrscht absolutes Nachtsuchverbot! Parkmöglichkeiten gibt es auf der Ernst-Thälmann-Straße in Dittersdorf.
1914 - 1918
Der Erste Weltkriegs, in dem 91 Einwohner ihr Leben verlieren, führt verstärkt zu Mangel und Hunger im Ort, vor allem im sogenannten Steck- oder Kohlrübenwinter von 1916/17. Das dörfliche Leben verödet zusehends, da sich viele Männer im Krieg befinden, Gewerbe und Industrie werden durch die Kriegswirtschaft und Rohstoffeinsparungen beeinträchtigt. Im Juni 1917 muss die Kirchgemeinde zwei Glocken für die Kriegsproduktion abgeben. Da der Kirchenvorstand dies zu verhindern versuchte, indem er die Abnahme hinauszögerte, erfolgt die Demontage durch eine Pioniereinheit aus Pirna.