Historische Angelei in Dittersdorf – Station 11
Mit dieser Runde möchte ich euch meine Heimat am Rande des Erzgebirges etwas näher bringen, sowohl was die schöne Landschaft als auch die Historie angeht. Mit der Cacherei und der Geschichte verbinde ich hier zwei Aspekte, die mein Leben maßgeblich mitprägen und bereichern.
Zunächst war ich selbst skeptisch, was Angelcaches angeht – extra eine Angel für die Dosenjagd anschaffen, muss das sein? Aber inzwischen habe ich Gefallen an der Abwechslung und Herausforderung gefunden und deshalb beschlossen, eine eigene Angelrunde zu legen (oder zu hängen?). Dabei habe ich versucht, schöne Bäume für die Route auszusuchen. An jeder Station erwarten euch zwei Fragen zur Ortsgeschichte von Dittersdorf, die ihr mithilfe des jeweiligen Listings beantworten könnt und zur Errechnung der Bonuskoordinaten benötigt.
Für den Fußweg kann ich euch noch folgenden Tipp mit auf den Weg geben: absolviert die Runde in chronologischer Reihenfolge (wie das in der Geschichte nunmal so üblich ist), denn zwischen den Stationen sechs und sieben gehts ganz schön steil bergab, demzufolge wäre in umgekehrter Reihenfolge ein sehr langer, giftiger Anstieg zu bewältigen. Da die Route hauptsächlich am und im Wald entlangführt, herrscht absolutes Nachtsuchverbot! Parkmöglichkeiten gibt es auf der Ernst-Thälmann-Straße in Dittersdorf.
Prager Frühling
Als Antwort auf die Bestrebungen vieler Tschechen und Slowaken, in ihrem Land einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zu etablieren, marschieren am 21. August 1968 Truppen des Warschauer Paktes unter Führung der Sowjetunion in die damalige Tschechoslowakei ein und schlagen den „Prager Frühling“ gewaltsam nieder. Auch um Dittersdorf waren in Vorbereitung dieser Militäraktion sowjetische Truppen stationiert. Am 13. August 1961 kommt ein russischer Panzer von der Straße ab und fährt direkt in „Steinert´s Gasthof“. Handwerker, die das entstandene Loch in der Außenwand reparieren sollen, hängen ein Schild mit der Aufschrift „Panzerschänke“ auf, dieses muss jedoch schon kurze Zeit später auf Anordnung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) wieder abgenommen werden. Der Name etabliert sich jedoch im Volksmund.