Rathsberger Sagen - Das Luderloch
Um diese Gegend ranken sich gleich mehrere Sagen. Bis es in den 1970 Jahren verfüllt wurde, war hier ein tiefes, an den Rändern morastiges Loch (30m?), das eigentlich immer mit Wasser gefüllt war.
Eine Sage geht darum, dass in diesem Wasserloch obwohl in keinster Weise historisch belegt und somit nachweisbar, sollen wohl ettliche "Luder" in diesen Tümpel ihr grauenhaftes Ende gefunden haben, als Bestrafung für ihre Untreue und unredlichen Lebenswandel (Quelle: http://www.allmystery.de/themen/mt56679-5).
Die zweite Bedeutung ist, die an dieser Stelle im 18ten Jhd. das sog. Luderhaus stand, also das Haus eines Abdeckers. Die Luder (Tierkadaver) wurden u.a. als Lockköder für Raubwild verwendet. Die sonstigen Tierreste wurden dann im Luderloch entsorgt. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rathsberg) Dieses Loch war wohl das Überbleibsel der hiesigen Steinbrüche - der Sandstein wurde u.a. auch auf der Nürnberger Burg/Stadtmauer und in Erlangen verwendet.
Eine dritte Sage: Beim Aussichtsturm auf dem Rathsberg heißt ein Acker "Luderacker": in der Nähe am Rand des Berges liegt das Luderloch mit seinem "unergründlichen See". Hier stand in alten Zeiten ein Haus in dem der "Schinder" von Rathsberg wohnte. Der war ein wüster Geselle! Beim geringsten Anlass fluchte er ganz ungeheuer; auch sonst führte er einen ganz unchristlichen Lebenswandel; kurzum er war ein rechtes "Luder". Sein Haus nannte man daher das "Luderhaus". Jeder fromme Christenmensch vermied den Umgang mit diesem ruchlosen Manne und schlug ein Kreuz, wenn er ihn zu Gesicht bekam. An einem schwülen Sommertage zog das müde Vieh nur mühsam den Pflug; ein schweres Gewitter zog herauf. Erbost über das Verhalten der Tiere wollte der Schinder, dem kein mitfühlendes Herz in der Brust schlug, einen gräßlichen Fluch ausstoßen. "Wenn gleich das Donnerwetter..." rief er; da, ein Blitz! zum Tode getroffen sanken die beiden Zugtiere dahin. Doch der Pflüger beachtete diese Mahnung Gottes nicht; unbekümmert setzte er sein Fluchen fort. Und Gottes Strafe bleib nicht aus! ein zweiter Blitz verschlang ihn und sein Haus. An der Stelle erschien ein unergründlicher See, das Luderloch. - Aber der Schinder sollte noch keine Ruhe finden; Zur Strafe muss er im Luderloch hausen. Unartigen Kindern droht man daher, er werde sie zu sich holen. (Quelle: M.Mayer 1988: Marloffstein, Aufzeichnungen aus Archiven, Erzählungen und Sagen 1288-1988; Druckhaus Mayer, Erlangen)
Noch ein kleiner Hinweis: Auch wenn die MTB-Fahrer hier verbotenerweise kreuz und quer durch den Wald pflügen, so müssen wir verantwortungsvollen Geocacher dem nicht gleich tun und sollten versuchen, die Erosion (z.B. hier des sandigen Waldbodens) nicht unnötig zu verstärken.
Viel Spaß beim Finden!
Und hier nun die Anleitung zum Auffinden der Dose: An der ersten Station (die Senke hier ist das Luderloch) ist ein Geländer, a = Anzahl der Pfosten
Geht ca. 10-15m weiter östlich, da findet ihr einen alten Grenzstein, b = Buchstabenwortwert
Geht zur zweiten Station, c = wie hoch ist die Sandsteinwand auf ganze (ungrade) Meter gerundet? (hier ist ab und zu ein Hund, der in den Wald bellt...)
Die Dose findet Ihr dann bei N 49 37.(5*b+c) E 011 01.(4*(b-a)).