Da uns unsere Tiere von Zuhause entlaufen sind, hoffen wir auf die Hilfe der Cacher, dass ihr sie wenigstens finden könnt und schaut ob es ihnen gut geht. Ihr dürft euch im Besucher-Logbuch verewigen.
Hier hat sich unser Bücherwurm wohl einquartiert, vllt findet ihr den kleinen Ausreißer ;)
Kathi und der Bücherwurm
Sobald Kathi ihre Hausaufgaben gemacht hat, geht sie an ihr Bücherregal und holt sich ein Buch – und liest es von der ersten bis zur letzten Seite.
Heute will sie mal wieder das lustige Buch von den Nacktbären lesen. Aber als sie das Buch aus dem Regal ziehen will, hört sie eine leise Stimme: „Hallo Kathi, bitte heute nicht dieses Buch! Ich bin gerade beim Mittagessen!“
„Wer bist du?“, fragt Kathi zurück. Sie zieht das Buch aus dem Regal und öffnet es. Und was sieht sie da? Einen großen Wurm, der sich über eine Seite schlängelt. „Was machst du da?“, fragt Kathi den Wurm.
„Ich bin der Bücherwurm“, sagt der Bücherwurm, „ich fresse Bücher.“
„Was? Du frisst Bücher? Ich fresse auch Bücher, ich verschlinge sie richtig. Aber nicht mit dem Mund, sondern mit den Augen. Und die Geschichten landen nicht in meinem Bauch, sondern in meinem Kopf.“
„Aber ich fresse Bücher wirklich“, sagt der Bücherwurm, „ich kann nämlich nicht lesen. Und deshalb muss ich sie aufessen.“
„Nee“, ruft Kathi entsetzt, „das kannst du doch nicht machen! Wenn du die Geschichten aufisst, dann kann ich sie ja nicht mehr lesen! Warte mal.“ Sie nimmt den Wurm aus dem Buch raus und setzt ihn in eine Schachtel: „Ich komm' gleich wieder.“
Kathi saust zu Mama, die gerade im Garten ist. „Mama, Mama, ich hab' einen Bücherwurm!“ - „Was?“, lacht Mama, „du hast einen Bücherwurm? Der Bücherwurm bist doch du!“ - „Nein, nein, Mama, da ist ein richtiger Wurm, der meine Bücher frisst! Was soll ich machen?“
Mama überlegt: „Also, wenn dieser Wurm so großen Hunger hat, dann musst du ihm etwas anderes zu fressen geben, damit er deine Bücher in Ruhe lässt. Zum Beispiel Zeitungsschnipsel.“
Kathi zerreißt eine Zeitung, macht Schnipsel daraus und legt sie dem Bücherwurm in die Schachtel. „So, hier hast du etwas anderes, damit du nicht verhungerst.“ Der Bücherwurm schnuppert an den Schnipseln und sagt dann: „Aber das sind ja gar keine Geschichten!“
„Da weiß ich schon was!“, sagt Kathi geheimnisvoll.
Ab diesem Tag wird nämlich alles anders. Immer wenn Kathi ein Buch liest, holt sie den Bücherwurm aus der Schachtel – und liest ihm laut vor. So haben beide etwas davon: Die Leseratte Kathi ist jetzt nicht mehr allein beim Lesen. Und der Bücherwurm hat eine Freundin, die ihm Geschichten vorliest – sogar abends unter der Bettdecke mit Taschenlampe.