Peter Huchel
Wer war der Mann der diesem Cache und der gleich namigen Straße seinen Namen gab ?
Peter Huchel war ein deutscher Lyriker und Redaktuer. Er wurde am 3.April 1903 in Berlin Lichterfelde geboren un verstarb am 30. April in Staufen.
1907 wegen einer Lungenerkrankung der Mutter lebte er längere Zeit bei den Großeltern in Alt-Langerwisch bei Potsdam.
1916/1917 erfolgte der Umzug der Eltern nach Potsdam.1919 wurde der Hof der Großeltern in Alt-Langerwisch verkauft.
1918 unternahm Huchel die ersten Gedichtversuche und 1924 gab es die erste Gedichtveröffentlichung.
Peter Huchel studierte in den Jahren 1923 bis 1926 Literaturwissenschaft und Philosophiein Berlin, Freiburg im Breisgau und Wien. Im Zeitraum von 1927 bis 1930 unternahm er Reisen nach Frankreich (zweijähriger Aufenthalt in Paris), Rumänien, Ungarn und in die Türkei.

Berliner Gedenktafel am Haus Hindenburgdamm 32, in Berlin-Lichterfelde

Gedenktafel am Haus Kreuznacher Straße 52 in Berlin-Wilmersdorf
Im Jahr 1930, in dem er auch den Vornamen Peter annahm, schloss er Freundschaft mit Ernst Bloch, Alfred Kantorowicz und Fritz Sternberg. Bevor er sich 1931 in der Künstlerkolonie Berlin am Laubenheimer Platz niederließ, wohnte er zeitweise bei Kantorowicz und Sternberg. Im Zeitraum von 1930 bis 1936 erschienen frühe lyrische Werke, die stark von der märkischen Landschaft geprägt waren, in Die literarische Welt, Das Innere Reich, Die Kolonne und Vossische Zeitung. 1931 veröffentlichte er die Prosastudie Im Jahre 1930 über einen NS-Mitläufer aus dem Kleinbürgertum. 1932 wurde er für den Gedichtband Der Knabenteich mit dem Lyrikerpreis der Kolonne ausgezeichnet. Im selben Jahr lernte er Günter Eich kennen. 1934 heiratete Huchel Dora Lassel, von der er sich aber 1946 wieder trennen sollte.
Von 1934 bis 1940 war er als Hörspielautor unter anderem für den Reichssender Berlin und den Deutschen Kurzwellensender tätig. In Hörspielen wie Die Magd und das Kind (1935) und Margarethe Minde (1939) deutete sich bereits seine Fähigkeit an, Politisches in versteckten Zitaten zu verschlüsseln. Ab 1941 diente er bei der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. 1945 geriet er in sowjetische Gefangenschaft.
Nachdem er einen Lehrgang an der Antifa-Schule Rüdersdorf absolviert hatte, begann Huchel 1945 als Dramaturg und persönlicher Referent des Sendeleiters beim späteren Rundfunk der DDR. Er stieg 1946 zum Chefdramaturgen, dann zum Sendeleiter und 1947 schließlich zum Künstlerischen Direktor auf. In seinen 1948 veröffentlichten Arbeiten aus der Zeit nach 1925 zeigen sich die Kontraste zwischen Kindheitsidylle und Kriegs- und Fluchterfahrungen.
1949 wurde Huchel Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland. Im selben Jahr wurde er Chefredakteur der von Johannes R. Becher und Paul Wiegler gegründeten literarischen Zeitschrift Sinn und Form der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin, deren Mitglied er von 1952 bis 1971 war. 1951 wurde er mit dem Nationalpreis der DDRausgezeichnet. 1953 heiratete er die Essener Übersetzerin, Journalistin und Schriftstellerin Nora Monica Rosenthal (1914–2002). 1956 war er als offizieller Vertreter der DDR auf der Biennale der Dichtung in Knokke. 1955 wurde Peter Huchel mit dem Theodor-Fontane-Preis für Kunst und Literatur vom Rat des Bezirkes Potsdam ausgezeichnet.
Schon seit Beginn der 50er Jahre wurde Huchel wegen seiner systemübergreifenden künstlerischen Konzeptionen für Sinn und Form angegriffen. Auf Druck von offizieller Seite wurde Huchel 1953 zur Kündigung seines Redaktionspostens genötigt, was nur durch die Intervention Bertolt Brechts verhindert werden konnte. Als sich nach Brechts Tod 1956 die Angriffe auf Huchel wieder verschärften und seine Arbeit bei Sinn und Formin immer größerem Ausmaß behindert wurde, sah er sich 1962 endgültig zum Rücktritt gezwungen.
1963 erhielt er den Fontane-Preis für den im selben Jahr im bundesdeutschen S. Fischer Verlag erschienenen Lyrikband Chausseen, Chausseen. Da er sich weigerte, diesen West-Berliner Preis abzulehnen, durfte er in der Folgezeit in der DDR weder publizieren noch reisen. So konnte er weder 1965 einem Ruf an den Lehrstuhl für Poetik an die Universität Frankfurt folgen, noch 1968 zur Entgegennahme des Großen Kunstpreises von Nordrhein-Westfalen ausreisen. Ab 1968 wurde auch die an ihn gerichtete Post konfisziert. Die menschenverachtenden Schikanen durch das Stasi-System hat Huchel in seiner Lyrik eindrucksvoll geschildert.
Erst nach Interventionen der West-Berliner Akademie der Künste, der Präsidenten des Internationalen PEN-Zentrums und Heinrich Bölls wurde Huchel 1971 die Ausreise aus der DDR genehmigt und er verließ sein Haus in Wilhelmshorst für immer.
Er lebte in der Folgezeit zunächst in der Villa Massimo in Rom und ließ sich dann in Staufen im Breisgau nieder. 1972 veröffentlichte er den Gedichtband Gezählte Tage mit Werken aus der Zeit nach 1963.
Quelle Wikipedia
Jetzt zum Cache
Peter Huchel wacht mit strengem Blick über den Zugang zum Cache um ihn vor den zahlreichen Muggel zu schützen, also seid wachsam.
Viel Spaß