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Tal ist nicht gleich Tal EarthCache

Hidden : 5/24/2020
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Das Kuhndorftal ist ein 477 ha großes Landschaftsschutzgebier im Süden des Burgenlandkreises und ist Teil des Naturparks "Saale-Unstrut-Triasland". Bitte benutzt die vorhandenen Wege und die ausgewiesenen Parkplätze, ihr bewegt euch in einem Naturschutzgebiet. Lauft nicht querfeldein oder versucht gar, mit dem motorisierten Cachemobil ranzufahren. Der Cache ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad machbar.

 

Die Landschaft hier verdankt einen ganz wesentlichen Teil ihres eigenen Charakters den Gesteinen der Trias-Epoche. Der Name Trias wurde 1834 von Friedrich von Alberti nach der in Mitteleuropa auffälligen Dreiteilung Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper vorgeschlagen und fand rasch Akzeptanz in der geologischen Literatur. Diese klassische Dreiteilung ist jedoch nur im Germanischen Becken ausgebildet.

 

Mit der Trias-Epoche (ca. 251 - bis 208 Millionen Jahre vor heute) begann die Ära der Erdmittelzeit (Mesozoikum, insgesamt ca. 250 - 66 Millionen Jahre vor heute). Die Kontinente hatten sich in der ausgehenden Erdaltzeit (Paläozoikum) zur Großerde (Pangäa) vereint. In der Trias drifteten Eurasien und die Südkontinente (vor allem Afrika) aber bereits wieder auseinander, so dass sich der Urozean Paläotethys von Osten her allmählich nach Westen ausdehnen konnte (zwischen Eurasien und Afrika). Von der Paläotethys aus wurde auch Mitteleuropa mehrfach vom Meer überflutet, insbesondere in der Mitteltrias ("Muschelkalk-Meer"). Unter- und Obertrias blieben hier dagegen weitgehend kontinental geprägt.

 

Die Gesteine der Trias bilden das geologische Gerüst des Saale-Unstrut-Triaslandes. Ihre Beschaffenheit und Lagerung sind ein ganz wesentlicher Faktor in der Landschaftsformung der Region. Die Schichtstufen-Landschaft wurde vor allem im Quartär durch die Erosion der Flüsse und Bäche geschaffen. Dabei wurden die Triasschichten entsprechend ihre Härte und Widerstandsfähigkeit an den Talhängen herausmodelliert und es entstanden unterschiedliche Talformen.

 

Ein Tal allgemein ist eine lange Hohlform der Erdoberfläche, die zu einer Seite offen und durch Verwitterungsprozesse und Erosion von Fließgewässern oder Gletschern entstanden ist. Ein Tal ist umso enger, je stärker die Tiefenerosion wirkt und je härter das Gestein ist.

 

Dass das Kuhndorftal ein Tal ist, sagt schon der Name. Aber was für ein Tal genau? Der Antwort auf diese Frage sollt ihr mit diesem Earthcache auf die Schliche kommen.

 

Die sind die häufigsten Talformen:

 

Eine Klamm ist eine tief geschnittene Gebirgsschlucht, welche sich durch eine intensive Tiefenerosion bei geringer oder fehlender Abtragung der Hänge einen Erosionsschnitt mit nahezu senkrechten Felswänden bildet. Klammtäler haben Wände als Talbegrenzung, der Fluss füllt den Talgrund vollständig aus. Klammen können nur in widerständigen, standfesten Gesteinen entstehen.

Die Schlucht entsteht, wenn es bei einer Klamm zu Rutschungen und Felsstürzen kommt. Die Hänge sind dann etwas abgeschrägt und die Form der Schlucht wird zum Ausdruck einer starken Tiefenerosion mit einer geringen, aber zunehmenden Hangabtragung. 

Das Kerbtal wird aufgrund des V-förmigen Talquerprofils auch als V-Tal bezeichnet. Vor allem an der Form sind die stark einwirkende Tieferosion und Hangabtragung gut erkennbar.. Die Seitenhänge sind unmittelbar an das Flussbett angrenzend und die Flussrichtung, Talrichtung, Tallänge sowie die Flusslänge stimmen weitgehend überein. Der Talgrund wird vollständig oder nahezu vollständig vom darin fließenden Fluss ausgefüllt. Endet die Tiefenerosion, so wandelt sich das Kerbtal in ein Sohlental.

Das Kerbsohlental (bzw. Sohlenkerbtal) weist ein typisches Talquerprofil auf, welches mehrfache Phasen in der Entstehung aufweist. Vorerst entwickelt es sich wie ein Kerbtal mit am Fluss endenden steilen und gestreckten Hängen. Durch eine verstärkte Seitenerosion bei noch vorhandener Tiefenerosion führt dies in der weiteren Entwicklung zum Kerbsohlental, wodurch es zu einer Ausweitung des Talbodens kommt. Der Fluss füllt den Talgrund nicht mehr vollständig aus

Eine besondere Form des Kerbtals ist der Canyon. Aufgrund der herrschenden Tiefenerosion entstehen die tief eingeschnittenen Täler. Durch die flache Lagerung der unterschiedlich widerständigen Gesteinsschichten entsteht das treppenartige Talquerprofil, wodurch sich der Canyon vom Kerbtal unterscheidet. Durch die Tiefenerosion und die darauf eingestellten Prozesse der Hangdenudation entstehen steile Hangabschnitte in den widerständigeren und flache in den weniger widerständigeren Gesteinen.

Das Kastental ist ein gesteinsbedingter Sonderfall zwischen Sohlental und Schlucht. Es entsteht infolge starker Tiefenerosion bei gleichzeitig starker Seitenerosion sowie einem Überschuss an transportierbarem Material. Steile, fast senkrechte Wände und ein ebener Talboden sind die Hauptmerkmale des Kastentals. Dabei ist der Talboden meist als Felssohle ausgebildet.

Eine schöne Zusammenfassung der Talformen gibt es auch hier:

https://www.youtube.com/watch?v=8tai68yeS_k

 

Aufgaben:

Der Cache führt euch an 2 Stationen, so dass ihr das Tal sowohl von unten als auch von oben betrachten könnt. Euch erwarten 3 kleine Aufgaben.

 

1. Findet nun anhand der im Listing genannten Merkmale sowie der bildhaften Darstellung der einzelnen Talformen heraus, um welche Talform es sich beim Kuhndorftal handelt. Geht dabei sowohl auf das Vorhandensein als auch auf das Fehlen von Merkmalen der einzelnen Talformen aus dem Listing ein (z.B. Es handelt sich um Tal X, weil … und nicht um Tal Y weil, …).

 

2. Nachdem ihr nun bestimmt habt, um welche Talform es sich handelt, welche Schlussfolgerung zieht in Bezug auf die Härte des Gesteins, welches die Grundlage des Tales bildet? Um was für ein Gestein könnte sich (auch in Verbindung mit der Entstehungsperiode) eurer Meinung nach hier wohl handeln?

 

3. An Stage 2 könnt ihr nochmal einen kleinen Blick von oben ins Tal werfen, ggf. hilft das auch bei Entscheidungsfindung zu Nr. 1. Wenn ihr einmal hier oben seid, macht bitte noch ein Bild von euch mit dem markanten Baum und dem Tal im Hintergrund wie auf dem Beispiellogfoto und ladet es mit eurem Log hoch.

 

Die Antworten zu Aufgabe 1 und 2 schickt ihr uns per Message oder Email über unser Profil.

 

Quellen:

https://leinbachtal.de/node/24

https://de.wikipedia.org/wiki/Tal

http://www.naturpark-saale-unstrut.de/de/geologische-uebersicht.html

Hintergrundfoto: http://www.zznet.de/fotoarchiv.html

Additional Hints (No hints available.)