Mit diesem Cache möchte ich Euch ein noch junges, aber schon geschichtsträchtiges Ingenieurbauwerk zeigen.
Die Querung für Fußgänger und Radfahrer über die Dahme zwischen Wildau und Niederlehme erfolgte urspünglich auf dem nördlichen Überbau der 1937 errichteten Autobahnbrücke der A10. Mit dem sechsspurigen Ausbau der BAB A10 wurde beschlossen, den Radverkehr zukünftig getrennt von der Autobahn zu führen.
Die urspüngliche Fuß- und Radwegbrücke über die Dahme wurde im Auftrag des Brandenburgisches Autobahnamt im Zeitraum von 1998-1999 errichtet. Nach mehreren Variantenuntersuchungen wurde eine überdachte Fachwerkbrücke aus Holz gewählt. Die Brücke bestand urspünglich aus einem 87,50 m langen Wendel am Ostufer, dem Fachwerküberbau mit 60,00 m Stützweite über die Dahme und einem 15,30 m langen Überbau am westlichen Ufer.
Die beiden Vorlandbrücken bestehen aus Stahlbeton. Der Überbau weist eine Breite von 2,50 m zwischen den Geländern auf. Die Holzbrücke wurde in der Werkstatt vorgefertigt und in 3 Teilen angeliefert. Der Zusammenbau erfolgte im nahe gelegenen Hafen von Königs Wusterhausen. Von dort wurde die Brücke auf Prahmen eingeschwommen und direkt mittels hydraulischer Hubportale auf den Pfeilern abgesetzt.
Nachdem ein Riss in einem der unteren Brückenträger festgestellt wurde, war die Holzbrücke im September 2016 wegen Einsturzgefahr zunächst gesperrt und wenig später abgebaut worden. Seither lag sie im benachbarten Hafen. Untersuchungen ergaben später, das tragende Brückenteile verfault waren. Die Stadtpolitiker von Wildau und Königs Wusterhausen beschlossen im Sommer 2017 die Reparatur. Die Rad- und Fußgängerbrücke ist zu Zweidrittel neu, lediglich die Dachkonstruktion konnte wieder verwendet werden. Die Brücke erhielt einen neuen Stahlunterbau.
Nach fast drei Jahren wurde die Dahmebrücke am Mittwoch 17. Juli 2019 millimetergenau in den Fuß- und Radweg an der L30 eingepasst, die feierliche Eröffnung fand am 01. August 2019 statt. Das Übersetzen der Brücke vom Land auf die Pontons erfolgte mit Hilfe von zwei Kranen. Eine Spezialfirma aus den Niederlanden transportierte die Brücke dann auf dem Wasser zu ihrer Endposition.
Nun zum Cache: Der Cache befindet sich ein abseits von der Brücke. Es muss nicht gebuddelt, gegraben oder abmontiert werden! Seid vorsichtig und bringt Euch nicht in Gefahr, der Cache ist leicht zu erreichen! Es ist keine ECA notwendig. Tagsüber ist hier mittlerweile wieder viel Verkehr! Genießt den Blick zum nahegelegenen Wasserturm Niederlehme und Königs Wusterhausener Hafen!