Im deutschsprachigen Raum werden die Schachtelpuppen manchmal liebevoll Babuschka (Grossmutter) genannt. Doch «Matrjoschka» oder «Matroschka» ist die richtige Bezeichnung. Die Wahl des Namens ist nicht zufällig. Damals war Matrjona ein in Russland gebräuchlicher Frauenname. In ihm steckt auch das lateinische «mater», was den Charakter der ersten Matrjoschkas widerspiegelt.
Auf der Pariser Weltausstellung 1900 wurde die Matrjoschka vorgestellt. Danach lag gemäss der Onlinezeitung Russlandjournal.de «die ganze Welt dem russischen Bauernmädchen zur Füssen». Die Nachfrage wurde riesig und viele Städte und Dörfer nordwestlich von Moskau spezialisierten sich auf die Herstellung. Russland ist gross. Die transsibirische Eisenbahn fährt in zwölf Tagen von Moskau bis Peking. Acht Tage bis zum Baikalsee, einen weiteren bis zur mongolischen Grenze. Auf diesem Weg gelangen heute wie damals viele Matrjoschkas als Souvenirs in die Wohnzimmer auf der ganzen Welt.