
Die Himmelsbrücke
Wu bei dr Spraa, de Arlnsträucher stiehn
und Butterblum´n uff dr Wiese blühn,
do steigt de Brücke über´s Woasser drüber,
a schmoaler Waig gitt noa Windschsohland nüber.
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Anfangsstrophe eines Gedichtes von
Heimatdichter Hermann Klippel
In seinem Gedicht beschreibt Hermann Klippel einen wahrhaft schönen Flecken der Oberlausitz, die Himmelsbrücke in Sohland.
Die Himmelsbrücke ist das einmalige Wahrzeichen von Sohland und überspannte einst die Spree und nach deren Verlegung im Jahre 1947 nur noch den Dorfbach.
Die Brücke wurde 1796 bei der Weißen Mühle am Kirchsteig von Wendischsohland nach Mittelsohland als Übergang über die Spree errichtet und ersetzte eine seit 1709 nachweisliche Holzbrücke. Sie wird seitdem Himmelsbrücke genannt.
Am Schlussstein findet man die Inschrift - Soli DEO Gloria (Ehre sei Gott in der Höhe) - auf der Rückseite steht die Jahreszahl der Errichtung - 1796.
Ab 1876 erschien die Himmelsbrücke als Gemeindesiegel und als Gemeindewappen.
Die früher auch von Fuhrwerken befahrene schmale Brücke ist heute nur noch für Fußgänger zugelassen. Sie ist als Kulturdenkmal geschützt. An der Himmelsbrücke führen der Oberlausitzer Bergweg und der Spreeradweg vorbei.