So ein Weltuntergang kann einem den ganzen Tag versauen
Warum muss es die Corona-Krise sein und nicht eine Zombie-Apokalypse. Das ist doch stinklangweilig. Ausgangssperren, Kontaktverbote, rätselhafte Schaubilder, trockene Infiziertenzahlen und öde Pressekonferenzen ohne Ende. Wer möchte nicht lieber in den Nachrichten sehen, wie unsere Bundeswehr und provisorisch bewaffnete Freiwillige sich den Zombiehorden stellen.
Jetzt steht man im Supermarkt in der Schlange mit einer Packung Äpfel und einem Becher Quark hinter einem schweizer Pärchen. Die versuchen 4 (vier!) Einkaufswagen voll mit Konserven und anderen haltbaren Lebensmittel auf dem viel zu kurzen Förderband der Kasse unterzubringen. Ich spüre ihre mitleidigen Blicke auf mir und weiß dass sie im Stillen hochrechnen wie lange ich mit einer Packung Äpfel und einem Becher Quark überleben werde.
Den Produzenten von Konserven und Klopapier können wir die Spitzenumsätze ohne weiteres gönnen aber was ist mit den Herstellern von Schrotflinten, Motorsägen und Baseballschlägern, auch sie hätten wesentlich mehr von einer Zombie-Apokalypse profitiert. Andererseits hätte das Pärchen im Supermarkt dann 6 Einkaufswagen gebraucht.
So sitzen wir jetzt nach dem Hamstern zu Hause rum, eigentlich sollten wir uns ordentlich verbarrikadieren, wache halten und aus den Fenstern auf Untote schießen.
Anstatt aus Streifenwagen ballernd durch die Gegend zu fahren und uns von den umher wandelnden Toten zu befreien, muss die Polizei sich um Leute kümmern die mit einem Alu-Hut auf dem Kopf vor dem Reichstag gegen Bill Gates demonstrieren, ohne den Mindestabstand einzuhalten.
Wenn schon keine Zombie-Apokalypse, dann wäre doch wenigstens eine Invasion von Außerirdischen oder zumindest ein unangekündigter Besuch der Schwiegermutter der Corona-Krise vorziehen.
So jetzt noch zweimal "Happy Birthday" singen und währenddessen die Hände waschen und danach mach ich das 5000er-Puzzle fertig...