An dieser Stelle befand sich früher ein Straßenbahnbetriebshof. Es begann im Gründungsjahr 1877 mit 4 Pferdebahnwagen und 9 Pferden der Firma E.Hardt&Cie. Die erste Linie war auch die letzte, von Bayenthal über die Koblenzer Str. zum Chlodwigplatz und weiter über Waidmarkt zum Dom. 1880 ging es weiter bis Marienburg, 1883 bis Rodenkirchen. Ab 1902 wurde die Elektrische ab Betriebshof Süd eingesetzt. Als erste Linie fuhr die 14 über die neue Strecke am Rheinufer nach Rodenkirchen, gefolgt von der 11 nach Marienburg.1906 erreichte die Linie 6 über Bonner Str. Mannsfeld. 1913 entstanden die Linie 7 auf der Brühler Str.nach Raderberg, Annastr. und 1921 die Linie 5 über Bonner Str.zur Arnoldshöhe, die dort wohl irgendwann wiederkehren wird. Zumindest liegen bereits die Gleise an der Marktstr. Der Betriebshof Süd lag damals startegisch günstig wie eine Spinne im Netz der 4 Aussenstrecken. Eine Zäsur trat 1945 mit der Zerstörung der Strecke durch die Severinsstraße zum Dom ein, die fortan mit Bussen bedient wurde. Aus der Buslinie 33 Chlodwigplatz-Dom-Ebertplatz entwickelten sich 3 Buslinien, die in die südlichen Vororte verlängert wurden. Diese ersetzten 1951 die Straßenbahnlinie 25 in der Bonner Str. und 1955 die Linie 7 nach Raderberg. Nun fuhr hier nur noch die Linie 11 in der Koblenzer Str. Ab 1970 bis zur Stilllegung in 2002 fuhr nur noch die Linie 6 nach Bayenthal und Marienburg, die ab 1956 hier bereits in der Hauptverkehrszeit verstärkte. Der Betriebshof Süd war 1954 zur Aufnahme von Bussen umgebaut worden. 1967 wurden hier nur noch Busse beherbergt. 1996 wurde der Betriebshof geschlossen und auf dem Gelände entstand eine Wohnsiedlung. Wer genau hinsieht, kann noch die Gleise der Linie 6 und die Zufahrt zum Betriebshof erkennen.