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Rund um Tanna, Marmorbruch EarthCache

Hidden : 6/9/2020
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Definition von Marmor


In der Gesteinswissenschaft (Petrographie) wird Marmor als ein Gestein bezeichnet das hauptsächlich aus Kalzit (CaCO3) besteht und metamorph umgebildet wurde. Marmore haben ihren Ausgangspunkt in einem urzeitlichen Meer. Zu dieser Zeit war der größte Teil der Erde mit Wasser bedeckt, in welchem eine reiche Artenvielfalt lebte. Für dieses Erdzeitalter sind riesige Korallenriffe und verschiedene Muschel- und Hartschalentiere besonders typisch. Aufgrund der großen Anzahl von Lebewesen war auch der Anfall von Schalenresten sehr hoch. Abgestorbene Organismen sanken auf den Meeresgrund ab und wurden von immer neuen Schichten ebensolcher und schließlich von Schlamm- und Schuttmassen überdeckt. Da die Schalen und Korallen nun abgeschlossen vom Wasser waren, konnten sie sich nicht in diesem auflösen. Als immer neue Mengen von Sedimenten auf ihnen lagerten, wurde der Druck, den diese und die darüber befindliche Wassersäule ausübte, noch vervielfacht. Die Ablagerungen wurden zusammengepresst und sanken in die Erdkruste ein. Dort erhöhte sich der Druck sodass die Dichte der Partikel immer weiter anstieg. Mit dem Weg in Richtung des Erdinneren stiegen auch die Temperaturen immer weiter an, sodass die Kalkteilchen der Korallen, Muscheln und Schalentiere in tiefen Bereichen des Erdmantels zu Kalkkristallen reagierten. Diesen Umbildungsprozess von Kalkgestein zu kristallinem Marmor durch die Erdinneren Kräfte nennt man Metamorphose. Trotz der gleichartigen Entstehung weist jedoch jeder Marmor eigene gesteinsphysikalische Werte auf. Dies macht sich besonders in den Festigkeitswerten und den äußerlichen Eigenschaften wie der Größe der Kristalle, Färbung und Äderung bemerkbar. Jeder Marmor hat seine eigene Farbgebung, welche von den unterschiedlichen Beimengungen und oder Verbindungen mit Metallen oder ähnlichem abhängig ist.


 

Die Beschaffenheit und Entstehung des Tannaer "Marmors"


Der Tannaer Marmor ist wissenschaftlich gesehen kein echter Marmor, eher ein roter Travertin, jedoch spricht man hier vom "Tannaer Marmor". Im Erdzeitalter des Devon vor etwa 350 bis 410 Millionen Jahren, lag das Gebiet der Stadt Tanna in der Nähe des Äquators und war vom Meer bedeckt. Das Meer war von Lebewesen aller Art reich bewohnt. In Hirschberg, etwa 12 Kilometer entfernt gelegenen, fand man einen Stein, in welchem ein andersartiges Material eingelagert war. Lange Zeit dachte man, es handle sich dabei um Versteinerungen von Tieren. Die moderne Forschung ermöglichte allerdings eine genauere Analyse und es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um Bohr- und Wohnröhren wurmähnlicher Tiere handelt. Da diese Tiere nur in seichten flachen Küstengewässern vorkommen, ist der Schluss legitim, dass die Region Hirschbergs einst eine Uferregion war. Nur wenige Kilometer entfernt vom Festland erstreckten sich prächtige und riesige Korallenriffe, zwar in tiefem Meerwasser, allerdings aufgrund des benötigten Sonnenlichts und der Wärme auch nicht zu weit entfernt von diesem. Der hohe Artenreichtum führt ebenfalls ein hohes Absterben mit sich. Werden die kalkhaltigen Korallen, Muscheln und Schalentiere dann von einer Schlammschicht abgedeckt, so entsteht sedimentäres Kalkgestein. Neben den zahlreichen Kalksteinvorkommen in unserer Gegend zeugen von diesem Fall auch die großen Lehmvorkommen in Tanna, da dieser ein Verwitterungsprodukt von Marmor ist. Ein Merkmal von Marmor im petrographischen Sinne - das der vollzogenen Metamorphose - kann das Tannaer Gestein allerdings nicht aufweisen. Kalkgesteine unserer Gegend haben keine kristalline Struktur, weil sie nicht so tief in den Erdmantel abgesunken sind, dass die dort vorherrschende Wärme die hierfür nötige Energie geliefert hätte. Das Gestein in Tanna weist allerdings auch vereinzelt kristalline Bereiche auf. Außerdem beweisen unzählige feinst verteilte Äderchen von Glimmer ebenfalls eine Metamorphose im Anfangsstadium. Indes verleihen diese Glimmereinlagerungen dem Gestein gewisse schiefrige Eigenschaften. Manche Partien lassen sich ebenso einfach wie dieser in dünne Scheiben zerteilen. Da das Tannaer Vorkommen aber schleif-, schneid- und polierfähig ist, zählt es zu den Architektenmarmoren, nicht wie petrographisch echter Marmor unter die Bildhauermarmore. Diese Zuordnung führte auch im Volksmund zu der Bezeichnung Marmor für die Tannaer Lagerstätte. Neben den Verarbeitungsmöglichkeiten waren es vor allem die einzigartige bordeauxrote Farbe und seine Lebendigkeit, welche durch die muntere weiße Äderung und die kleinen versteinerten Ammoniten hervorgerufen wird, die ihn in ganz Deutschland beliebt und begehrt machten. Die außergewöhnliche Farbe war es auch, die ihm den Namen „Königsrot“ und für kurze Zeit „Imperial“ bescherte.


 

Beantwortet nun folgende Fragen und sendet uns eine Email mit dem Betreff: „Marmorbruch“.

Ihr könnt sofort loggen, wenn etwas nicht stimmt melden wir uns.

Frage 1: Wie sind die Schichten des Marmorvorkommens, horizontal, vertikal oder schräg?

Frage 2: Welche Farbe haben die vorgefundenen Marmorreste?

Viel Spaß beim Entdecken wünscht Euch

Schlumpf778

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