Allgemeines vorab:
Es sind 3 km Strecke (ohne Rückweg) zu absolvieren und die naturnahe Finalgegend ist bei nassem Wetter weniger zu empfehlen.
Parken: am Startpunkt leider nicht möglich.
Verschiedene kostenlose Parkmöglichkeiten sind angegeben.
Zur Orientierung findet Ihr einen zweigeteilten OSM-Kartenausschnitt mit dem Wegeverlauf
(am Ende mit getrennter Empfehlung für Fußgänger und Radfahrer/hellblau).
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Gibt es immer Wolken in Wolkersdorf? Vermutlich weiterhin vom Wetter abhängig ;-)
Aber wenn man genau hinsieht, gibt es die Vorstufe Wasser.
Zwar sicher weniger als in früheren Zeiten, aber es ist noch nicht versiegt.
Da sich Wolkersdorf in einer schluchtenähnlichen Lage befindet, hat das Wasser genau eine Möglichkeit, zu erscheinen und wieder in der Rednitz zu verschwinden – von West nach Ost.
Da der Name nicht dransteht, erfährt man erst durch eine kleine Recherche, dass das Bächlein nach dem Zwiesel benannt ist – was oder wer auch immer das ist (Zwiebel-Wiesel?)
Doch wir wollen (Luxus!) an einer Quelle starten – die hat es dank einer gewissen Schüttung zwar nach OpenStreetMap geschafft, jedoch offenbar nicht zu einem eigenen Namen.
Das mag daran liegen, dass sie nach nur rund 100 Metern in das Bett des ebenso bescheidenen Baimbachs übergeht (der passenderweise aus dem nahegelegenden Ober- bzw. Unterbaimbach daherschwimmt).
Beginn unserer Wanderung ist also die Quelle. Am wenige Meter entfernt liegenden Weiher fließt das Wasser unauffällig von Westen zu und verschwindet ebenso geräuschlos nach Norden.
Wenn ihr nun von hier großzügig den Blick schweifen laßt, entdeckt ihr eine Schildersammlung – darunter eine Bushaltestelle.
Dieses Schild wollen wir uns doch mal genauer ansehen – denn extra für den Cache ist in den Haltestellennamen ein Schreibfehler eingebaut :-)
A = Buchstabenwert des fehlenden Buchstabens (a=1 .. z=26)
Geht nun ein Stückchen zurück und biegt nach Osten in die Untere Pfaffensteigstrasse ein.
Gemerkt? Gerade habt Ihr den (ab hier überwiegend verrohrten) Baimbach gequert – leises Rauschen verrät ihn.
Ihr passiert nun einen holzigen Zierbrunnen (an der Waldseite).
Kurz dahinter steht als Stage#B ein Wasserversorgungsschild 17720
B = zweistellige Zahl neben dem ‚S‘
Sogleich erreicht Ihr ein am Hang gelegenen Grundstück, welches die Topografie von Wolkersdorf anschaulich macht.
Es wird gerade neu bebaut - zum Start des Caches stand dort noch eine Hausruine.
Folgt weiter dem alternativlos geraden Straßenverlauf und erfreut Euch am weiten Talblick.
Bald ist gegenüber in der Ferne die Zwieseltalschule zu sehen.
Auffällig ihr kleiner Turm mit mehreren Uhren.
C = Summe aller von hier sichtbaren Zahlen aller erkennbaren Ziffernblätter
=> einstellige Checksumme der Zahlen ist 3
Der Baimbach taucht ab – wir gehen weiter zu den von ihm gespeisten Weihern.
Dahinter ist eine Koppel. Üblicherweise werdet Ihr dort was sehen?
D = Kühe [1] / Pferde [2] / Schafe [3]
Vielleicht habt Ihr’s schon gemerkt: hier steht ja sogar ein Schloß herum!
Genauer: ein Wasserschloß.
Für unseren Baimbach ist es nun Zeit, sich dahinter ungesehen im Zwieselbach zu versenken.
Denn unser Wässerchen sorgte seit dem 15. Jahrhundert dafür, dass das Schloß außerhalb der Türme durch den üblichen Wassergraben gesichert wurde.
Die historische Karte des BayernAtlas zeigt dazu 4 Türme und die Brücke.
Wir lugen nun durch die Hecke und sehen leider nicht viel vom Schloss, dafür aber eine Reitfläche, von einem Holzzaun umgeben. Der Zugang besteht aus zwei Metalltor-Hälften. Schaut Euch eine davon an.
E = Anzahl der waagerechten Streben einer Metalltorhälfte
Es geht weiter des Weges, vorbei an alten Gemäuern.
Geht bis zum Restaurant und dann nach links in den Fußgängerweg bis zur Durchgangsstraße.
Dort rund 100 Meter zurück bis zur Mühle.
Das Bachwasser hatte hier nämlich seinen großen Auftritt und trieb eine Kunstmühle an.
=> das hat nichts mit ‚ist das Kunst oder kann das weg‘ zu tun – siehe Wikipedia
Betrachtet den gold schimmernden Schriftzug mit dem Namen der Mühle.
F = Buchstabenwert des ersten Buchstabens des Nachnamens
Heutzutage ist sie natürlich nicht mehr aktiv, sieht eher so aus, als ob sie auf ihren Abriß wartet.
Dieses Schicksal hat unseren nächsten Referenzpunkt 2014 ereilt – das ehemalige Milchhaus existiert nur noch auf meinem beiliegenden Foto.
Ihr kommt direkt an ihm vorbei – nämlich in dem Moment, wo die Dietersdorfer Strasse ihren Fußweg einbüßt.
Ein kleines Stück müßt Ihr deshalb leider auf der Straße laufen.
Selbst, als das Milchhaus am Verfallen war, lief übrigens im Inneren Wasser herein und natürlich aus dem Gebäude wieder heraus.
Man sieht – es ist kein Zufall, dass die kleinen Milchhäusl meist direkt an einem Bach stehen.
Wir folgen dem Zwieselbach weiter und stellen fest, dass er vor dem Feuerwehrhaus im Untergrund verschwindet und dabei mittels eines Wehres in ein vergittertes Rohr umgeleitet werden kann. Offenbar ist hier der Löschteich unterirdisch ;-)
Folgt der Straße auf dem nördlichen Fußweg weiter – und Ihr erreicht eine neuartige Errungenschaft: eine knallgelbe Mitfahrerbank!
G = Anzahl der Lamellen/Planken von Rückenlehne + Sitzfläche
Nun erreicht Ihr auf der gegenüberliegenden Seite die ehemalige Oberleitungs-Bus-Wendeschleife – der damalige Endpunkt der im http://coord.info/GC3H9ZK vorgestellten Linie.
Heute ist sie umgestaltet (entdeckt nun die Wolken vom Dorf ;-) und bietet neben einer großen Baum-Rundbank einen kleinen Springbrunnen, der zu Ostern geschmückt wird.
Für die folgende Frage habt Ihr gleich zwei Möglichkeiten der Auflösung:
H = Anzahl der Wolken o d e r Anzahl der Buchstaben am Boden
Übrigens: seit Herbst 2024 steht in Sichtweite die sog. Tausch-Gondel, gefüllt mit Büchern zum Mitnehmen. Leider wurde sie bereits kurz danach das Ziel von Vandalismus - Scheiben wurden eingeschlagen :-(
Lobenswerterweise wurde sie wieder hergerichtet - es bleibt abzuwarten, ob der Pöbel wieder zuschlägt.
Nun heißt es, die belebte B2 zu queren – ohne expliziten Druck auf die Ampel geht hier gar nichts.
Vor Euch baut sich das ehemalige Gasthaus (heute einbruchsichere Bank, da Eingangstür zugemauert ;-) mit der Nummer 40 auf.
I = findet (am Haus) die frühere Hausnummer (immer diese Reorganisationen ;-)
Nun trennen sich die Wege: Radfahrer oder Kinderwagenschieber nehmen am Besten die Kellerstrasse bis zum Ende, Fußgänger können sich dagegen näher am unter der Straßenbrücke wieder auftauchenden Zwieselbach bewegen und biegen links in den Malzweg ein, nur ihm sogleich zugunsten eines Pfades zu verlassen.
Bald fordert eine Treppe auf, sich in den Zwiesel-Abgrund zu begeben (siehe Wegpunkt).
Es folgt eine kleine Brücke und ein irgendwie unnatürlich gerader Teerweg entlang des Baches.
(aber Kurven wären in einer engen Schlucht wohl auch unangebracht ;-)
Als aufmerksame Beobachter werdet Ihr an seinem Ende nun ein Sammelsurium an Wasserläufen und Wehren entdecken.
Sollte gerade die Zeit der Wiesenbewässerung sein, passiert hier etwas Ungewöhnliches:
- dem Zwieselbach wird das Recht verweigert, die letzten 50 Meter in die Rednitz zu fließen.
- stattdessen bekommt er von rechts eine Breitseite in Form eines stark strömenden künstlichen Wasserlaufes, welches der Rednitz recht weit entfernt geklaut wurde
- zusammen mit dem Zwieselbach-Wasser ergießt sich nun alles über ein Kanalsystem in die Rednitzaue.
Ihr seit nun an der letzten Stage angekommen und steht auf dem Weg, der den Zwieselbach quert. Er wird flankiert von zwei Metall-Handläufen.
J = Anzahl der Boden-Verankerungspunkte eines Handlaufes
Optionaler Zusatzschlenker: Ihr könnt auf die Rednitzbrücke gehen und die Mündung suchen – und nicht sehen. Die versteckt sich nämlich gut hinter Bäumen ;-)
Aber jetzt heißt es, die Finalkoordinaten zu errechnen.
Vielleicht ist dafür ja sogar die naheliegende Bank frei.
Ermittelt zunächst die Summe aller Zahlen A..J alias sss
=> einstellige Checksumme ist 8
Geänderte Finallage und Formel seit 15.08.2024
Geänderte Checksumme und Addition wegen modifizierter Suchaufgabe bei Stage#E seit 01.09.2024
nnn = sss + 373
eee = sss + 77
N49° 21.nnn E11° 02.eee
Das Ergebnis könnt Ihr im Geochecker prüfen:

Die Final-Dose befindet sich in einem naturbelassenen Waldgebiet, das bei nassem Wetter wegen der rutschigen Wege, Unebenheiten und üppiger Vegetation mit Vorsicht zu begehen ist.
In seltenen Fällen könnte Euch übrigens der Wässerwiesengeist einen Strich durch die Rechnung machen!
Dann ist der Final (ohne nasse Füße) nicht ohne einen weiten Umweg zurück durch die Schlucht des Zwieselbachs erreichbar.
Und nun: wer mag, folgt dem Weg des Wassers – möge es noch lange und tüchtig fließen :-)