Diesen Ort entdeckte ich durch einen Blick auf die Karte.
'Scheerers Schdoile' wurde als Gedenkstein für Georg Scheerer aufgestellt, der dort mit seinem Ochsengespann vor etwa 130 Jahren verunglückte. Georg Scheerer war mit dem Pferdefuhrwerk auf der Brunnenebene und hatte »Meterholz« (das waren die einen Meter langen Buchenscheite als Brennholz) auf dem Leiternwagen geladen. Von der Brunnenebene führte früher ein tief eingefahrener Weg in Nord-Süd-Richtung hinunter zur Fuchskohlplatte. Diesen Weg befuhr Scheerer mit seinem schwer beladenen Fuhrwerk. Um die Bremse zu betätigen, musste er etwa einen Meter vor der Vorderachse des Wagens gehen. Als das linke Vorderrad in ein größeres Loch im Weg abtauchte, der obere Teil des Leiternwagens jedoch in der Waagerechten blieb, hängte die »Luixel« aus, kippte nach vorne und rammte sich in den Oberkörper des Georg Scheerer. Der Schwerverletzte konnte damals keine Hilfe herbeirufen, denn in der Nähe war niemand, und bis man daheim sein langes Ausbleiben bemerkte, war er seinen Verletzungen im einsamen Wald erlegen.

Die Inschrift im Gedenkstein kann man trotz Restaurierung vor ein paar Jahren schlecht erkennen. Sie lautet:
Hier verungl. am 20. Mai 1894
J. Georg Scheerer
Müllermeister Oberkochen
Irgendwie ein unheimlicher, düsterer Ort.