Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet/Biotop, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden. Weder Brücke noch Bahnanlage/Bahndamm muss zum Erreichen des Cache` s betreten werden !
In der Nacht vom 10. auf den 11.4. 1945 startete zu Fuß ein Commandounternehmen der britischen Armee am Bahnhof von Schwarmstedt. Ziel war es diese Brücke über die Aller unzerstört einzunehmen um möglichst schnell den Fluß mit Hilfe einer intakten Brücke zu überwinden. Es standen bereits starke motorisierte britische Kräfte in und um Schwarmstedt. Auf deutscher Seite hatte man die wahnwitzige Vorstellung durch das Halten einer "Allerlinie" den Vormarsch der britischen Truppen zumindestens aufzuhalten. Das hat aber weder am Rhein noch an der Weser funktioniert. Um dieses Vorhaben umzusetzen wird das Marinefüsilierbataillon 2 und noch einige weitere Kräfte (Artillerie durch Reichsarbeitsdienst) in diesem Bereich eingesetzt. Es handelt sich um Soldaten die bei der deutschen Kriegsmarine "aufgrund der Kriegslage nicht mehr gebraucht wurden". Eilig bildete man sie in 2-3 Wochen zu Infantristen aus um mit ihnen dann hier die zertümmerte Wehrmacht zu unterstützen. Was geschah nun an dieser Brücke? Der folgende Text ist größtenteils mündlich durch Zeitzeugen überliefert. Ob sich die misslungene Brückensprengung wirklich auf diese Überlieferung begründet, konnte nie einwandfrei geklärt werden...und wird es wohl auch nie! Auf deutscher Seite wurde hier eine Brückensicherung eingesetzt. Beim Herannahen der Briten sollte die Brücke gesprengt werden. Der Führer der Sicherung, ein Unteroffizier, holte aus dem nahen Hademstorf Milch bei einem Landwirt zur Versorgung seiner Soldaten. Dabei versuchten man ihn dazu zu überreden diese Brücke nicht zu sprengen, weil die Bahnlinie in Richtung Hannover immens wichtig für die Versorgung der hier ansässigen Bevölkerung sei. Soweit die Überlieferung. Es kann natürlich auch sein, das ganz einfach die zu Sprengladungen umfunktionierten Fliegerbomben aus technischen Gründen nicht detonierten. Ein paar Stunden bevor das britische Commandounternehmen startete, sprengte die Brückensicherung zuerst die etwas südlich gelegene (unwichtige) Flutbrücke und dann diese Hauptbrücke. Jedoch misslang die Sprengung dieser Brücke, sie wurde zwar etwas aus den Lagern gehoben, blieb aber gangbar. Die britischen Elitesoldaten erkannten ihre Chance und stürmten leise "auf Socken" über die Brücke. Auf den letzten Metern eröffnete das MG der der Brückensicherung das Feuer aber nach kurzem Nahkampf wurde die deutsche Brückensicherung überrannt. Mindestens 3 Soldaten der deutschen Brückensicherung verloren hier ihr Leben und haben auf dem nahen Kriegsgräberfriedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Auf britischer Seite gab es einige (5 ?) Verletzte.