Die Marienglashöhle
- Europas größte Kristallhöhle
Hinweis
Um diesen EarthCache loggen zu können, muss man die Marienglashöhle im Zuge einer Führung besuchen. Damit ist man an die Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Höhlenbetreibers gebunden. Diese findet ihr in aktuell gültiger Fassung hier. Sie sollten Grundlage eurer Planung sein.
Einleitung
Die Marienglashöhle ist eine Schauhöhle in Friedrichroda, am Rande des Thüringer Wald. Sie besteht überwiegend aus Hohlräumen, die durch den Gips- und Kupferbergbau entstanden sind und gilt daher als Schaubergwerk. Entstanden ist die durch bruchtektonische Vorgänge im Zusammenhang mit der Heraushebung des Thüringer Waldes wurden die Sedimentgesteine, aus dem Übergangsbereich von Trias (Buntsandstein) zum Zechstein, in eine Schräg- bis Steilstellung mit Neigungen von 70 Grad gehoben. Die Gesteine wurden dabei tektonisch stark beansprucht und es entstanden Bruchspalten und Hohlräume, die die Ausgangssituation zur Entstehung der Marienglashöhle bildeten.
Stollenzugang
Die Entstehung der Kristallgrotte
Die Kristallgrotte entstand in einer 7x10 m großen und bis zu 10 Meter hohen Schlotte (natürliche Höhle) durch Auslaugung (herauswaschen wasserlöslicher Substanzen wie Salz, Gips oder Kalk aus einem Gestein). Die Grotte ist mit großen, farblosen bis durchscheinend weißen Gipsspatkristallen ausgekleidet, die aus einer mit dem Sicker- und Grundwasser eingedrungenen wässrigen Lösung von Calciumsulfat im Verlauf von Jahrmillionen entstanden sind. Dies allein ist schon eine geologische Besonderheit, doch hier ist, im Gegensatz zu den meisten anderen Hohlräumen in Gipsgestein, der Gips in dem völlig mit Kristallen ausgefüllten Hohlraum kristallisiert. Diese Kristalle nennt man Marienglas. Marienglas ist eine Varietät des Minerals Gips und damit chemisch gesehen wasserhaltiges Calciumsulfat (CaSO4·2 H2O) von besonders hoher Reinheit. Es entsteht durch die Eindampfung entsprechender Calciumsulfat Lösungen oder aus der Metamorphose von Anhydrit. Vor Ort lassen sich Gipskristalle mit 2-8 cm Dicke und einer Länge von bis zu 90 cm entdecken. Ein weiteres geologisches Highlight der Kristallgrotte ist eine besondere Art von Tropfstein, der nur durch die besonderen Voraussetzungen in der Höhle entstehen kann.
Impressionen aus der Kristallgrotte
Die Fragen können im Zuge einer Führung beantwortet werden. Nachdem ihr die Antwortet gesendet habt dürft gleich loggen, nur wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.
Fragen:
Auf dem Weg in die Höhle läuft man durch den 110 Meter langen Herzog-Ernst-Stollen. Hierbei kann man einen Blick in „geologische Fenster“ werfen.
1. Welche Gesteine lassen sich dabei entdecken und was fällt dir bei deren Schichtung auf?
In der Kristallgrotte bekommt ihr viele geologische Informationen genannt. Sollten dir Fragen nicht beantwortet werden, so stellt sie eurem Führer.
2. Wie lange hat die Entstehung der Kristallgrotte gedauert?
3. Wo finden sich die besonderen Tropfsteine (Stalaktiten) und wie heißen sie?
4. Was macht sie so besonders? Versuche ihre Entstehung mit eigenen Worten zu beschreiben.
Am Ende der Führung kommt ihr zur Heiligen Barbara. Hinter ihr befindet sich eine weitere Varietät von Gips.
5. Wie heißt diese Varietät?
Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:
Bilder: Nine&Dido
Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
https://de.wikipedia.org/wiki/Marienglas
https://de.wikipedia.org/wiki/Marienglashöhle