So nun seit ihr beim vorerst Letzten Cache dieser kleinen Runde.
Bitte achtet auf die Natur !!!
Nun hänge ich euch noch eine Geschichtlichen Überblick über das Kloster Altzella an,
Kaiser Friedrich I. übereignete 1162 einer von Markgraf Otto von Meißen gestifteten Abtei 800 Hufen gerodetes Land westlich und südlich der Freiberger Mulde. Der ursprünglich für die Anlage der Abtei vorgesehene Ort Böhrigen wurde von den Zisterziensern abgelehnt.
Nach einem Silberfund im Jahre 1168 auf dem Territorium des jetzigen Freiberg wurde ein Teil des Landes um Freiberg gegen ein Bischofslehen westlich von Nossen ausgetauscht, auf dem vorher kurzzeitig ein Benediktinerkloster existierte. In den folgenden Jahren begann, etwas nördlich der ehemaligen Benediktinerabtei, westlich von Nossen und südlich der Freiberger Mulde der Bau der Zisterzienserabtei. Zum Aufbau der Klosteranlagen wurden Lehmgruben, Brennöfen für Ziegelsteine und Kalk errichtet sowie Steinbrüche eröffnet, teilweise in unmittelbarer Nähe der Abtei.
Der Einzug des Abtes mit seinem Konvent aus der Zisterzienserabtei Pforta (bei Naumburg) in das Kloster Cella erfolgte im Jahr 1175. Zeitgleich wurde mit dem Bau der Klosterkirche begonnen. Für die Zeit zwischen 1180 und 1230 ist eine rege Bautätigkeit nachgewiesen, innerhalb der die Gebäude des Klausurbereichs und das romanische Stufenportal entstanden und 1198 die Stiftskirche geweiht wurde.
1217 wurde das Benediktinerinnen-Kloster Heilig Kreuz zu Meißen dem Abt von Zelle unterstellt, rund 50 Jahre später entstand 1268 das Tochterkloster Neuzelle (Cella Nova) bei Guben. Der Name Cella Vetus (Altzella) bürgerte sich zur besseren Unterscheidung allmählich ein.
Das Kloster diente bereits ab 1190 als Grablege der Wettiner, schließlich wurde von 1339 bis 1349 die Andreaskapelle als Begräbnisstätte des Geschlechts errichtet. Dort wurden Friedrich der Ernsthafte und Friedrich der Strenge begraben.
Blütezeit
Unter den Äbten Vinzenz von Gruner und dem Humanisten Martin von Lochau (erstmals erwähnt 1485, † 1522; Abt von 1501 bis 1522) erfuhr das Kloster seine Blütezeit. 1436 erwarb das Kloster vom Bistum Meißen für 4.200 Gulden die Burg Nossen mit Inventar und Ländereien. Die Gebäude befanden sich in einem schlechten Bauzustand und wurden zum Abtssitz umgebaut. Das Obergeschoss des Konversenhauses wurde 1506 als Bibliothekssaal genutzt. Martin von Lochau erhöhte den Buchbestand auf 1000 Bände, die später den Grundstock der Universitätsbibliothek Leipzig bildeten.
Säkularisation
Um 1540 veranlasste der sächsische Herzog Heinrich der Fromme die Säkularisation des Klosters. Bis zur Einrichtung des Amtes Nossen im Jahr 1544 erfolgte die Verwaltung des umfangreichen Klosterbesitzes noch durch ehemalige Klosterangehörige von Altzella aus.
Auch danach dienten die Gebäude bis 1548 als Ort für mehrere kirchenpolitische Konferenzen[1].
Spätestens ab 1557 wurden große Teile der sich nun in schlechtem baulichen Zustand befindlichen Klosterbauten unter Kurfürst August abgebrochen und zur Gewinnung von Baumaterial z. B. für den Umbau des Schlosses Nossen in ein kurfürstliches Jagdschloss verwendet.
Das Schicksal vieler noch nutzbarer Gebäude innerhalb der Klostermauern besiegelte schließlich 1599 ein Brand.
In den folgenden drei Jahrhunderten wurde Landwirtschaft betrieben. Nur das als Schüttboden und Rinderstall genutzte Konversenhaus blieb vollständig erhalten.
Zwischen 1676 und 1787 ließen die sächsischen Kurfürsten Grabungen nach den sterblichen Überresten der Vorfahren durchführen und diese in einer Gedächtniskapelle, dem heutigen Mausoleum, beisetzen. Um 1800 entstand ein romantischer Landschaftspark, bei dem Gebäude und Ruinen mit in die Gestaltung einbezogen wurden. Im 19. Jahrhundert wurden auf dem Gelände eine Mühle, ein Wagenschuppen und ein Spritzenhaus errichtet. 1993 wurde das Kloster schließlich vom Freistaat Sachsen übernommen und einschließlich der noch vorhandenen Fragmente denkmalgerecht wiederhergestellt.
Quelle Wikipedia