Die 1809 in Überruhr gegründete Zeche „Gewerkschaft Heinrich“ hat 1929 unter anderem die Felder und Anlagen der Zechen „Steingatt – Prinz-Wilhelm“ und „ver. Charlotte“ gekauft.
Für den Abbau in diesen Feldern richtete sie am Standort der früheren Zeche „Charlotte“ ein neues Bergwerk ein. Es erhielt den Namen „Theodor“ nach dem Grubenvorstandsmitglied Dr. Theodor Mauritz.
In der Folge wurden die alten Tagesanlagen abgerissen und durch moderne Einrichtungen ersetzt. Die Gebäude hatten die gleiche kubische Bauweise wie die der zur gleichen Zeit entstehenden Anlagen der Zeche Zollverein Schacht 12 (heute Weltkulturerbe).
Ein neuer Schacht „Theodor“ wurde abgeteuft. Er sollte einmal mit 1060 m der tiefste aller Schächte an der Ruhr sein.
Man machte sich dabei die Geländeverhältnisse zunutze, indem man auf ein Fördergerüst verzichtet. Das Maschinenhaus (heute Weinkauf) an der Charlottenstraße stand direkt auf dem Schacht, da die Kohle nicht bis zur Höhe gefördert wurde, sondern nur bis zu einer tiefer gelegenen Fördersohle. Von hier wurde die Kohle durch einen Förderstollen zutage gebracht, um in Wäsche und Sieberei behandelt zu werden. Der Förderstollen war auf dem Niveau, auf dem auch Verwaltungsgebäude mit Steigerstuben, Lohnhalle, Wäsche, Brikettfabrik etc. und die Werkstätten lagen.
Der alte Schacht Charlotte wurde als Wetterschacht weiterhin genutzt.
Auf einer noch tieferen Ebene lagen die Gleise des Zechen-Bahnhofs. So konnten die Kohlen und Briketts vom höheren Niveau einfach in die unten stehenden Waggons verladen werden und zum Bahnhof Bochum-Dahlhausen gefahren werden.
Das Bergematerial wurde nach der Separation durch einen Stollen zu einem Berge-Schacht südlich des Steinbruchs Christinenruh gefahren. Von dort wurde es durch den Bergeschacht auf die Höhe gefördert, von wo die Berge über Förderbänder in den Steinbruch gekippt wurden. Nach Schließung der Zeche wurde die Halde begrünt.