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Alte Ziegelei Traditional Cache

Hidden : 6/30/2020
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Willkommen an der Alten Ziegelei in Bokel!

Oder besser gesagt, an der Stelle, an der es einmal eine Ziegelei gab. Drei Dinge erinnern noch heute daran, dass bis vor etwa 110 Jahren hier Ziegel gebrannt wurden:

  1. Der etwa 3 m hohe Schutthaufen am südlichen Waldrand, etwa 20 m vom Feldweg entfernt. Auf ihm findet man noch immer zwischen Erde und Brennnesseln viele Ziegelreste.
  2. Das beigefügte Foto, zur Verfügung gestellt von den Urenkeln des ehemaligen Brandmeisters Ruwwe
  3. Der Straßenname ‚Ziegelstraße‘

Die weiteren Informationen stammen von einer alten Frau, die in der Nachbarschaft der ehemaligen Ziegelei aufgewachsen ist:

Die Ziegelei war im Besitz der beiden großen Bokeler Höfe Heitlage und Reckmeyer und sie versorgte die Höfe in der Umgebung mit Baumaterial. Angeblich wurde auch meine Scheune aus diesen Ziegeln gebaut.

Hier in Bokel wurden Ziegel und Dachpfannen nicht auf Vorrat hergestellt, sondern nur auf Bestellung. Erst wenn ein Hof Bedarf angemeldet hatte, weil er eine neue Scheune oder einen neuen Stall bauen wollte, wurde die Produktion in Gang gesetzt.

Die hiesige Ziegelei bestand aus einem Haus mit Fachwerk-Giebel, einem freistehenden Schornstein und einer Remise (siehe Foto).Abgebildet sind auch die Belegschaft und der Pferde-Fuhrpark. Das Foto wurde aufgenommen anlässlich des 50jährigem Dienstjubiläums (1854-1904) des Ziegelmeisters Ruwwe.

Ziegelherstellung

Grundsätzlich werden für die Ziegelherstellung Quader aus tonhaltigem Lehm geformt, die anschließend getrocknet und gebrannt werden. Wie genau das hier in Bokel funktionierte, ist nicht genau überliefert.

Lehmstich

Der Lehm, der für die Ziegelherstellung benötigt wurde, stammte von den umliegenden Äckern und sonstigen Flächen. Um an den Lehm zu gelangen, musste erst der Mutterboden abgetragen. Nach dem Lehmstich, wurde die Senke durch anderen Boden aufgefüllt und der Mutterboden wieder darauf verteilt. Alles in Handarbeit!

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Rolle der ‚Saat-Wucherblume‘ (siehe Foto). Dabei handelt es sich um ein Ackerunkraut, das im 19. Jahrhundert sehr gefürchtet war. Angeblich wurde diese Pflanze mit fremden Auffüll-Boden hier eingeschleppt und hat sich nach kürzester Zeit auf den Getreidefeldern in unserer Gegend breit gemacht. Erst seit den 1950er Jahren, durch den Einsatz von Herbiziden in der modernen Landwirtschaft, wurde die Saat-Wucherblume seltener und schien sogar Jahrzehnte lang ausgerottet zu sein. Heute taucht sie auf ökologisch bewirtschafteten Flächen allmählich wieder auf. Diese Wiederbelebung verdankt die Saat-Wucherblume der langen Keimfähigkeit ihres ölhaltigen Samens.

Trocknung

Ich gehe davon aus, dass die Trocknung der Lehm-Blöcke in der Remise und nahe dem Brandofen im Haupthaus stattfand.

Ziegelbrand

Der Brandofen wird wahrscheinlich im Haupthaus gewesen sein, mit einer unterirdischen Verbindung zum Schornstein. Laut dem Museumsleiter des LWL-Industriemuseums (Ziegelei Lage) hingen im 19. Jahrhundert häufig mehrere Öfen an einem Schornstein. „So konnten mehrere Kammeröfen periodisch betrieben und einer nach dem anderen befeuert werden: Dadurch gab es weniger Probleme mit dem Schornsteinquerschnitt und dem Rauchgasabzug, da der Schornstein immer warm blieb. Zwangsläufig stand dann der Schornstein in der Mitte der Kammeröfen.“

Die geringe Größe des Hauptgebäude (siehe Foto) lässt den Schluss zu, dass es in der Bokeler Ziegelei nur einen Einzelkammerofen gab. Aber - wer weiß - vielleicht sollte sie ja noch irgendwann erweitert werden...

 

 

 

Additional Hints (Decrypt)

Mvrtryfgrvar nz Shffr rvare tebßra Cnccry.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)

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