"Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben." Dieser Bibelvers aus dem 14. Kapitel der Offenbarung des Johannes steht über der Familiengrabstätte des Adelsgeschlechts von dem Bussche im Biotop des Ippenburger Parks, in dessen unmittelbarer Umgebung dieser Petling versteckt liegt. Bitte denkt daran, dass es sich um ein Biotop handelt und ihr die offiziellen Wege zu keiner Zeit verlassen werden müsst!
Der Ippenburger Park diente vom 14. bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts eher dem Nutzen als der Zierde des Anwesens. Familie von dem Bussche hatte Mitte des 14. Jahrhunderts die „Ippenburger Sümpfe“ zum Stammsitz gewählt, um dort eine uneinnehmbare Festung zu errichten.
Anfang des 17. Jahrhunderts baute Ernst August Philip von dem Bussche, der als Sohn der Mätresse Georgs I. eine elegante Erziehung am Versailler Hof erfahren hatte, ein neues Herrenhaus im Stil des ländlichen Barock, legte Ziergärten an und schuf das „Neue Boskett“, dort wo heute die poetische Waldinsel liegt. Auf diese könnt ihr zwar einen Blick werfen, sie aber nur an den Ippenburger Sonntagen oder während der Gartenfestivals persönlich besuchen.
Bis zum Ende des 19. Jahhunderts blieben Park und Gärten in dem Stil erhalten. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der äußere Park, in dem sich auch die Famliliengrabstätte befindet, zu einem Wald und heute forstwirtschaftlich genutzt.