Mit dieser Tradi-Reihe wollen wir euch in die Freibäder der Stadt locken.
Georg-Arnhold-Bad
Das Georg-Arnhold-Bad befindet sich zentrumsnah neben dem Großen Garten auf den Güntzwiesen. Das Bad verfügt über ein solarbeheiztes 25-Meter-Schwimmbecken mit sechs Bahnen, eine 18-Meter-Breitrutsche sowie einem Vierjahreszeiten-Becken mit Strömungskanal. Für Kinder gibt es ein Planschbecken mit Kinderrutsche und einen Matschspielplatz. Um den historischen Brunnen aus der Anfangszeit sind im sanierten Atrium diverse Sitzmöglichkeiten, Umkleiden und Sanitäranlagen angeordnet. Auf der großen Außenanlage laden schattenspendende Bäume zum Entspannen und Sonnenbaden ein.
Georg-Arnold-Bad Luftbild 1930

Bereits im 19. Jahrhundert etablierten sich die Güntzwiesen als Sportstätte. Gebaut wurde das Bad in den Jahren 1923 bis 1926 nach Entwürfen von Stadtbaurat Paul Wolf. Der Geheimrat, Bankier und Mäzen Georg Arnhold stiftete den Großteil des benötigten Geldes für den Bau. Bei der Gestaltung der Gesamtanlage wurde auf eine harmonische Verbindung zu der 1923 errichteten Dresdner Kampfbahn, dem Vorgänger des heutigen Rudolf-Harbig-Stadions, und den umliegenden Grünanlagen geachtet. Alle Gebäude waren eingeschossig ausgeführt und nach außen hin hellgrün angestrichen. Im Inneren des Bades dominierten kräftige Orang- und Rottöne sowie das Grau des unverkleideten Betons. Das Bad verfügte damals über ein 100 x 30 Meter großes Stahlbeton-Schwimmbecken. Dieses war geteilt auf 22 x 100 Meter für Schwimmer und 8 x 100 Meter für Nichtschwimmer. Weiterhin gab es einem Sprungturm mit Podesten auf 3, 5 und 10 Metern. Die im Schwimmerbecken integrierte 14 x 14 m große Sprunggrube war 7,50 m tief. Zwei Besuchertribünen an den Längsseiten boten Platz für 5000 Personen. Zwei zweigeschossige Torhäuschen und zwei Sandsteinstelen des Dresdner Bildhauer Arthur Lange ergänzten das architektonische Ensemble. Eine dieser Stehlen ziert ein Porträtrelief des Geheimen Hofrates Hermann Ilgen. Das Bad wurde am 4. Juni 1926 für die Dresdner Öffentlichkeit freigegeben.
Georg-Arnold-Bad 1930

Aufgrund der moderaten Eintrittspreise und Öffnungszeiten entwickelte sich das Bad in kurzer Zeit zu einer populären Sportstätte. Neben der täglichen Nutzung fanden auch sportliche Wettkämpfe und der ab 1926 an allen Dresdner Schulen obligatorische Schwimmunterricht statt. 1934 wurde das Bad, um den Namen des jüdischen Stifters zu tilgen, in Güntzwiesenbad umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete das Bad bereits Anfang Juli 1945 wieder. Seinen ursprünglichen Namen erhielt das Bad 1948 zurück. In den 1950er Jahren wurde das Bad umgebaut. Es entstanden eine für Wettkämpfe vorgeschriebene 50-Meter-Langbahn und eine 25-Meter-Kurzbahn. Dafür wurde das Becken in drei Bereiche geteilt. Die Rekonstruktion der Liege- und der Ost-Terrasse erfolgte zwischen 1974 und 1978.
Georg-Arnold-Bad 1966

Im Jahr 1994 begann der Umbau und die Sanierung des Bades. Das 100-Meter-Becken wurde durch kleinere Becken ersetzt. Bis 1997 entstand in drei Bauabschnitten ein modernes Kombi Bad (Hallen- und Freibad). Die Enkel von Georg Arnhold beteiligten sich finanziell an dem Umbau.
Georg-Arnold-Bad 2014

Textquellen:
https://www.stadtwikidd.de/wiki/Georg-Arnhold-Bad
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg-Arnhold-Bad
Bildquellen:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/
https://de-de.facebook.com/pg/georg.arnhold.bad