Dieser einfache Multi ist kinderfreundlich: Alle Fragen können auch von der zukünftigen Cacher-Generation beantwortet werden, und die Finalkoordinaten lassen sich an den Fingern abzählen.

Die Walchensee- oder „Stockwerks“-Siedlung entstand 1927-30 im Rahmen des Münchner Großsiedlungs-Programms unter der Regie der städtischen „Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge-AG“ (Gewofag), die noch heute Eigentümerin der Anlage ist. Mit dem Projekt (Leitung: Carl Jaeger nach Vorentwürfen von Johanna Loev) sollte nicht nur dem drängenden Mangel an Wohnraum begegnet, sondern auch einer Reihe von arbeitslosen Architekten Beschäftigung gegeben werden.
Geplant waren 1.170 Wohnungen, von denen jedoch aufgrund der Wirtschaftskrise nur 870 realisiert werden konnten. Die Mehrzahl der Wohnungen ist 50-60, maximal 100 m² groß und verfügt über eigenes Bad – was zur damaligen Zeit schon fast als Luxus galt. Zusätzlich wurden 25 Läden, eine Gaststätte und ein gemeinsames Waschhaus (inzwischen abgerissen) realisiert.
Mit standardisierten Grundrissen und Haustypen wurde versucht, die Erstellungskosten möglichst gering zu halten. Gleichzeitig weist die Anlage jedoch eine solide Bauqualität auf und gilt – nach zwischenzeitlichen Renovierungen – auch heute noch als attraktive Adresse für weniger Begüterte. Somit trägt sie auch dazu bei, der drohenden Verdrängung der „Durchschnittsverdiener“ aus dem stadtnahen „Arbeiterviertel“ Giesing entgegenzuwirken.
Trotz der auf Ökonomie und Zweckmäßigkeit ausgerichteten Gestaltung wurde die Anlage auch mit einigen dekorativen Elementen versehen. Diese sollen bei diesem Spaziergang durch die Siedlung als Wegmarken dienen.
Station A:
Von hier aus kann man einen Blick über die Straße werfen auf die „Agfa-Siedlung“, die in den 2010er Jahren auf dem vormaligen Gelände der Firma entstanden sind, und erhält einen Eindruck von der Fortentwicklung des Siedlungsbaus innerhalb von 80 Jahren. Die Wohnungen dort sind allerdings auch eine Ecke teurer.
Am Hauseck erinnert die Figur eines Arbeiters an den Aufbau der Siedlung. Was hält er in der linken Hand?
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eine Kelle (A=1)
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einen Ziegelstein (A=3)
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einen Bauplan (A=5)
Ein paar Schritte links (Rottacher Str.) geht’s durch den Torbogen in die Siedlung.
Station B:
Das Wirtshaus der Siedlung: mit nettem Garten und bodenständiger Küche, ehemals „Gastwirtschaft zum Walchensee“. Daran erinnert ein stämmiger Walchenseer mit einem mächtigen Prügel – Verwendung nicht ganz klar, vermutlich zum Steuern eines Floßes, wenn nicht zum Erschlagen von Bären. Jedenfalls hat sich der Schöpfer des Freskos in etwas individueller Schrift hier auch mit verewigt.
Aus insgesamt wie vielen Buchstaben (Doppelkonsonant =2) besteht diese Signatur? = B
Station C:
Der kleine „Pinguin-Brunnen“, als optischer Kontrapunkt zu den gleichförmigen Fassaden, wurde erst 2017 wieder in Betrieb gesetzt.
Auf dem Boden befindet sich ein Warnhinweis. Aus wie vielen Buchstaben besteht das erste Wort dieser Warnung? = C
Station D:
In jüngeren Tagen wurde eine grüne Ruheinsel in diesen Hof eingefügt, mit Hochbeet und Sitzbänken. Auch moderne Kunst findet sich hier: eine Gruppe von Steinquadern mit stilisierten Tierfiguren. Wie viele Figuren sind das? = D
Station E:
Einige der Hauseingänge der Siedlung sind mit Halbreliefs dekoriert. Hier ein ruhender Mann, und wir nehmen an, er stützt sich nach getanem Tagwerk auf sein Werkzeug. Was hat er wohl vorher getan?
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gehämmert (E=1)
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gesägt (E=3)
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geschraubt (E=5)
Station F:
Die Grünanlage am Walchenseeplatz war von Beginn an in die Gesamtkonzeption der Siedlung integriert und dient bis heute als „Gemeinschaftsgarten“ der Anwohner: als Spiel- und Liegewiese, und auch als Treffpunkt derer, die sich schon lange kennen und trotzdem immer noch viel zu sagen haben.
Auch das „Brunnenbuberl“ steht schon seit 1930 hier und hat schon alle Siedler gesehen. In der Einfassung wird an den Schöpfer der Figur erinnert. In dieser Inschrift kommt ein Wort zweimal vor. Wie viele Buchstaben hat dieses Wort? = F
Die Quersumme der Summe aller ermittelten Werte ist 7.
Hier nun Finalkoordinaten:
N48 06.(B-5)(A)(E) E011 35.(D-2)(F)(C)