Willkommen auf unserer Exkursion. Wir werden uns heute auf den Spuren des Räuberhauptmann Karasek begeben. Aus diesem Grund treffen wir uns in der schönen Oberlausitzer Stadt Seifhennersdorf.
Wir befinden uns hier am Karasek Museum, welches sich mit der Geschichte des Räuberhauptmannes und seinem Leben beschäftigt. Neben diesen steht die Böhmische Enklave in Niederleutersdorf, die traditionellen Umgebindehäuser und die damit verbunde Webkunst im Fokus. Aber dazu etwas später noch mehr.
Unser Räuberhauptmann hieß mit bürgerlichen Namen Jan Nepomuk – Johannes Karasek und wurde am 10.09.1794 in Prag Smichov geboren. Den gelernten Tischler und Fleischhauer hielt es aber nicht lange in seiner Heimat und das aus einem guten Grund: Er ging auf die Suche nach einer Frau. Auf dieser Suche wurde er mehrmals zum österreichischen Heer gedrängt. Es gelangt ihn aber immer wieder, zu desertieren. Und so kam er durch einen Freund in die böhmische Enklave von Niederleutersdorf. Der Hauptmann, der anfangs noch keiner war, schloss sich der Bande des Hauptmannes Palme an. In der Bande glänzte er mit seinem überaus eleganten Auftreten und seinem Redegeschick. Er verliebte sich in die Tochter von Palme, Magdalena, und sie heiratet am 27. September 1795 in der Dresdner Hofkirche.
Palme starb bei einem Streifzug im Jahr 1797 und die Mitglieder seiner Bande ernannten Johannes Karasek zum neuen Hauptmann. Als neuer Hauptmann handelt er stehts nach einem Gebot: "Räubere nie im eigenen Revier!“ Das heißt, er hat stets die Böhmische Enklave gemieden und die umliegenden Dörfer ausgeraubt.
Aber warum wurde überhaupt geraubt und warum besonders hier? Das werdet ihr an den nächsten Stationen unserer Wanderung erfahren.
Quellen:
- https://www.karaseks-revier.de/seite/355918/der-r%C3%A4uberhauptmann.html
- https://de.linkfang.org/wiki/Johannes_Karasek
- https://de.wikipedia.org/wiki/Fleischer