Bei Wechselburg wird die Zwickauer Mulde von den 50m hohen Klippen der „Eulenkluft“ gezwungen, ihre Fließrichtung um 150° von Nord nach Südost zu ändern. In für uns unvorstellbaren Zeiträumen wurde hier eine der besonders beindruckenden Felswände des Muldentales herausgefräst. Der Glimmerschiefer des 550 Millionen Jahre alten sächsischen Granulitgebirges wurde unter hohem Druck im Erdinneren verformt und zur Zeit des aktiven "Vulkans Rochlitzer Berg" vor 250 Millionen Jahren zusätzlich angeschmolzen. So entstand der heutige "Garbenschiefer", ein schon fast zu Gneis verformter Schiefer mit den sehr seltenen Andalusit-Kristallisationen, die von den Geologen Garbenschiefer-Blasten genannt werden. Wie genau die kleinen Grotten der Eulenkluft entstanden sind, konnte noch nicht abschließend geklärt werden.

Der Startpunkt dieses Multies ist am Blick auf die Eulenkluft-Felsen, eine der Attraktionen des Wechselburger Schloßparks, der um 1820 unter Leitung des Alban Graf von Schönburg angelegt wurde. Seit 1945 sind seine Tore auch dem gemeinen Volke geöffnet,
Es gibt in diesem Park viel zu entdecken. Mein erster Geocache-Fund, das Vermächtnis von Balloni, beschäftigte sich intensiver mit Park und Kloster. Leider ist sogar sein Nachfolge-Multi schon wieder im Archiv verschwunden.

Nun zu den 2 Ablesestationen des kleinen Multis, bei dem keine größeren Entfernungen zurückgelegt werden müssen:
An St.1 finden wir einen Tisch aus Sandstein, daran Bänke und eine Gedenktafel. Der 1790 bei Meerane gefundene, historische 1000jährige Crodo-Opfertisch aus Hilbersdorfer Porphyr wurde laut der Tafel 199D durch die heutige Sandsteinplatte ersetzt - und diese hat E Ecken.
An St.2 im Wald (auch 40m südwestlich davon nochmal am Wegrand) steht ein Schild. Uns interessiert das große Wort darauf. Der Buchstabenwert des vorletzten Buchstaben sei A, der vom 6.Buchstaben sei B. Wie oft kommt der Buchstabe T im Wort vor - das sei C.
Die Finaldose findest Du unter Steinen und viel Laub an einem cirka 100jährigem Nacktsamer bei :
N 51° 00.B(A+C)E E 012° 46.(A-C)BD
Hinweis: man braucht kein Boot - die Mulde muss nicht überquert werden.
Bitte beachtet die Schilder zum Straußenfarn-Flächennaturdenkmal westlich in der Nähe, dort ist das Final nicht und das Areal darf natürlich auch für die Cachesuche nicht betreten werden.