Diesen Cache haben wir anlässlich unseres Community Celebration Events zum 20. Geburtstag von Geocaching versteckt. Er befindet sich bei, aber nicht direkt an der Stelli Wallbach.


Historischer Überblick
Nach der Aufgabe des Obergermanischen Limes wurde die Militärgrenze im Norden des römischen Reiches an die Flüsse Rhein, Donau und Iller zurückgenommen. Diese bildeten ab 260 n. Chr. die Grenze zwischen dem Imperium Romanum und dem Gebiet der germanischen Stämme. Nach einer ersten Ausbauphase im späten 3. und in der 1. Hälfte des 4. Jh. n. Chr. liess, in einer zweiten Phase, Kaiser Valentinian (364 - 375 n. Chr.) zwischen Basel und Bodensee rund 50 Wachtürme und andere militärische Analgen errichten.

Nachdem die römischen Truppen den Hochrhein-Limes im Winter 401/402 n. Chr. aufgegeben hatten, verfiel die Kleinfestung allmählich. Ab dem Mittelalter wurde sie als Steinbruch genutzt. Zudem wurde ihre Ostmauer stark beschädigt, als man den Platz zum Aufstapeln von Baumstämmen benötigte. Der Flurname "Stelli" zeigt, dass die Ruine ausserdem als Stellplatz für Weidevieh gebraucht wurde.
Baubefund
Die Wehranlage ist deutlich grösser als die "normalen" Wachtürme am Hochrhein-Limes und war zudem mit einem kleinen Innenhof ausgestattet. Das bezeugen die vier gemauerten Fundamente im Inneren der Anlage. Auf diesen standen einst Holzpfosten, welche das Obergeschoss trugen, das den hier stationierten Soldaten als Unterkunft diente. Gekocht und gegessen haben die Soldaten - wie die bei den Grabungen gefundenen Herdstellen und Kochgefässe zeigen - in der ebenerdigen und zum Innenhof offenen Galerie.
