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Y wie Yenidze (märchenhaft) Traditional Cache

Hidden : 7/28/2020
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Y wie Yenidze (märchenhaft)



Das ehemalige Fabrikgebäude der Zigarettenfabrik Yenidze gehört zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Dresden. Das von 1908 bis 1909 von Martin Hammitzsch geplante Bauwerk hat eine Gesamthöhe von 62 Metern und wird heute als Bürogebäude genutzt.

Der Unternehmer Hugo Zietz, Inhaber der Orientalischen Tabak- und Cigarettenfabrik Yenidze, importierte den Tabak für seine Zigaretten aus dem Anbaugebiet von "Yenice". Dies ist der türkische Name der Kleinstadt Genisea im heutigen Nordgriechenland, welches damals zum Osmanischen Reich gehörte. Der Yenidze-Tabak galt als der mildeste, aromatischste und würzigste Zigarettentabak.

Die Anfang des 20. Jahrhunderts stark expandierende Zigarettenindustrie veranlasste Zietz zu einem Fabrikneubau auf dem 1907 erworbenen Grundstück in Elbnähe, in unmittelbarer Nähe zur Stadtsilhouette. Gemäß einer Vorschrift durfte im Zentrum der Stadt jedoch kein Fabrikgebäude errichtet werden, das als solches erkennbar war. Zietz wollte deshalb ein orientalisierendes Gebäude errichten, welches einerseits dieser Forderung entsprach und andererseits ein einprägsames Werbemonument ist.

Der Architekt Martin Hammitzsch entwarf ein Bauwerk im "orientalischen" Stil, das mit der farbig verglasten Kuppel und dem als Minarett getarnten Schornstein von außen wie eine Moschee wirkt. Dieses Erscheinungsbild prägte den umgangssprachlichen Namen "Tabakmoschee". Vorbild für den Bau soll eine Grabmoschee in Kairo gewesen sein.

Im für seine barocken Bauten berühmten Dresden traf der Neubau im Stil einer völlig fremden Kultur auf heftige Ablehnung. Um die negativen Auswirkungen für den Bauherrn und den Architekten ranken sich Legenden. Allen Anfeindungen zum Trotz erfüllte das Gebäude jedoch seinen Werbezweck!

Im Jahr 1924 verkaufte Zietz die Tabakfabrik an das Unternehmen Reemtsma. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude stark beschädigt. In die Yenidze zog 1953 der VEB Importtabak (später VEB Tabakkontor) ein, der das Gebäude zur Lagerung von Rohtabak nutzte und die Zigarettenfabriken der DDR versorgte. Nach der Wende stand das Gebäude mit wechselnden Eigentümern zunächst leer, die verbleibende Zigarettenindustrie in Dresden konzentrierte sich im Stadtteil Striesen.



Bis zu seiner Archivierung im Juli 2020 haben in etwas mehr als 15 Jahren reichlich 6000 Finder den Tradi GCNK5K "märchenhaft" besucht. Mein Cache GC8XDMR "Y wie Yenidze (märchenhaft)" ist nunmehr einerseits der unmittelbare Nachfolger dieses Oldies, gleichzeitig aber auch das "echte" Y des Dresdner Tradi-Alphabets! Vom benachbarten Trümmerberg (GC4RR53 "Y wie Yenidzeblick" aus dem Jahr 2013) ist die Sicht zur Yenidze durch diverse Neubauten mittlerweile leider recht eingeschränkt. Also, viel Spaß beim Suchen und Finden!

Additional Hints (Decrypt)

erpugr Jreorgnsry, erpugr Frvgr, zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)