Bloody Place Zeitlaign
Dieser Ort erzählt die traurige Geschichte von Anna Glonegger die am 7. Juni 1945 von umherziehenden Polen bei einem Einbruchsversuch ermordet wurde. Laut einem Auszug aus dem Burghauser Anzeiger schossen die Räuber durch die geschlossene Haustüre, da es ihnen nicht gelang in das Haus einzudringen. Die entsetzten Angehörigen läuteten die Dachglocke, damit Hilfe aus den benachbarten Höfen käme. Bei stockfinsterer Nacht machte sich der damals 65 jährige Pfarrmesner Alois Schupfner auf den Weg, um unter Lebensgefahr den bedrängten zu Hilfe zu eilen. Er verständigte auch die Polizei und den Arzt, doch für die 41 jährige Anna Glonegger kam jede Hilfe zu spät. Laut Überlieferung des Hofbesitzers wurden die vier Polen zu über zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf die Situation der Zwangarbeiter in der NS Diktatur hinweisen. Sie wurden aus Ihrer Heimat verschleppt und mussten schuften, damit der Großdeutsche Wahnsinn weitergehen konnte. Auf Liebesbeziehungen zu Deutschen etwa stand der Tod, wie die Geschichte von Stefan Duda in Taufkirchen zeigt. Zwangsarbeiterinnen die schwanger waren, mussten Ihre Kinder in eigens dafür eingerichtete Entbindungsheimen zur Welt bringen. In diesen sogenannte Heimen, mussten Sie Ihre Kinder abgeben ,wo diese unter grauenhaften Umständen ohne Pflege und Nahrung oftmals verhungerten. Dass sich diese Gräueltaten an den polnischen Mitmenschen oftmals in Hass, Gewalt und Plünderungen entlud, waren leider die traurigen Folgen dieser schrecklichen Zeit.