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Goslarer Geschichte(n): Der Goslarer Trojaner Multi-Cache

Hidden : 4/1/2020
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Achtung! Wichtige Hinweise:
Dies ist ein Multi-Cache. Die Dose befindet sich NICHT an den Listing-Koordinaten. Die Dose befindet sich NICHT am Pferd.
Das Holzpferd steht auf einem Privatgelände. Das Gelände muss und sollte nicht betreten werden. Es wird videoüberwacht.
An den Listing-Koordinaten steht aber eine “SelVieh”-Plattform. Von dort aus ist alles gut sichtbar.


Die Legende vom Goslarer Trojaner

… oder auch “Was vor Jahrhunderten seinen Anfang hatte, fand 2018 seinen Abschluss.”

Die folgenden Zeilen sind mit freundlicher Genehmigung in gekürzter Form einem Zeitzeugenbericht aus dem Jahr 2019 entnommen. Natürlich hat das ganze damals auch in der Presse gestanden.

Im Jahr 2017 wurde die Stadt Goslar von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Flüsse traten über die Ufer und rissen weite Teile der Böschung mit. Am 26.7.2017 stand halb Goslar unter Wasser. … [U]nweit der Stelle, wo die Gose/Abzucht und die Oker zusammenfließen … wurde ich auf mehrere freigespülte, sehr große und schlammige Holzteile aufmerksam. Hier war die Uferböschung weggerissen und das Holz vom tosenden Wasser freigespült, steckte aber noch im Schlamm fest.


Symbolbild, Es hatte in der Situation natürlich niemand daran gedacht, ein Foto zu machen.

Die Teile zu bergen war aufgrund der Größe, des Schlammes und des starken Regens unmöglich. Beim Versuch, Teile aus dem Schlamm zu ziehen, was ohne sicheren Stand unmöglich war, brach ein Stück des aufgeweichten Holzes ab. Das steckte ich ein und nahm es mit nach Hause. … Erkennbar war, dass es sich aufgrund der Rundungen um große, bearbeitete Holzteile handelte. Die Form eines der herausragenden Teile war besonders ungewöhnlich: spontan dachte ich an den Hinterlauf eines Tieres. Waren es Teile einer hölzernen Statue?

… Unter Auswertung zahlreicher Schriften und Gespräche in den umliegenden Stadtarchiven und der Kirche in Goslar ergab sich aus zahlreichen Fakten und logischen Schlussfolgerungen ein immer klareres Bild einer sehr erstaunlichen Geschichte.

Im Jahre 1223 übersetzten Benediktinermönche des Kosters Cella Schriften aus dem Altgriechischen ins Lateinische. Das Kloster Cella, später auch Kloster Sankt Matthias genannt, wird in Kirchenkreisen – und das war für die Recherche eine wichtige Erkenntnis – als „Monasterium sancti Mathie apostoli ordinis sancti Benedicti Maguntine diocesis“ geführt.


Ganz eindeutig! Eine alte Schrift über Troja.

… [Es] lässt sich nachvollziehen, dass die Übersetzungen der Benediktinermönche auch die Kapitel mit der Kriegslist der Griechen mit dem Trojanischen Pferd beinhalteten. Das Volk im Harz war nicht sehr belesen. Es gab keinen Buchdruck, das Wissen um die Geschichte war nur sehr wenigen Kirchenleuten bekannt. In Goslar kannte um 1200 niemand die Geschichte vom Trojanischen Pferd.

Beim Lesen der frisch übersetzten Schriften über den Kampf um Troja kam wohl dem Benediktinermönch Bonifacius IV, der eigentlich vom Papst für die Schlichtung der permanenten Streitigkeiten der Oberharzer mit den Bürgern der Stadt Goslar eingesetzt war, wie man heute annehmen kann, die Idee, seinen „Schäfchen“ - den Bürgern der Region Zellerfeld – dabei zu helfen. Vermutlich wiegelte er sie sogar auf, sich „ihr“ Geld aus Goslar zurück zu holen. Es war bekannt, dass im Dom der Stadt Goslar die Schätze und Reichtum der Kirche gelagert waren. Man kannte als Kirchenmann sogar die genauen Raumpläne des Domes und der Sicherung.

Also galt es, mit einer Gruppe von nicht mehr als sechs starken und wild entschlossenen Männern heimlich in die Stadt zu kommen. So war die Idee geboren, die List, die schon die Griechen in Troja anwendeten, auch in Goslar anzuwenden, um die Wachen am Stadttor zu überlisten und sich dann nachts mit den im Pferd versteckten Männern vom Domschatz möglichst viel von dem, was einem in Clausthal genommen wurde, zurück zu holen. Durch die Wut, die sich bei vielen gesetzlosen Harzern über den Reichtum und die "Geldsäcke" in der Stadt Goslar aufstaute, war es wohl ein Einfaches, rauhe und durch die Arbeit auch sehr starke Gesellen für diese Aufgabe zu finden.

… Da die Goslarer sich gerne alles einverleibten, was vor ihren Toren zu finden war, war man sich sicher, dass die Goslarer das Holzpferd auch durch das Breite Tor ziehen würden. Im dem Pferd waren – wenn man die Dimension der Holzreste als Maß hochrechnet – Platz für mindestens vier, vermutlich eher sechs Kämpfer. Diese sollten, wenn der Nachtwächter die Mitternacht ausgerufen hatte, die Nachwachen überfallen und die Stadttore öffnen. Es ist wahrscheinlich, dass dann vor dem Tor auch eine Gruppe rauher Oberharzer Gesellen warte[n soll]te …

… Anhand des Holzfundes und er Datierung ist gesichert, dass auf dem Gebiet der heutigen TU Clausthal mächtige Bäume gefällt wurden, um damit ein ca. vier Meter hohes, mit Wagengestell über drei Tonnen schweres Holzpferd zu bauen. Die Fachkenntnis zur Holzbearbeitung und Statik war durch die Kenntnisse im Grubenausbau gegeben.

… So gelangte das Pferd [später] vom Bauplatz, der, wenn man sich die Höhenverläufe ansieht, in der Nähe der heutige Mensa der TU Clausthal gelegen haben könnte, ständig bergabwärts zum heutigen Ortsende hinter Altenau. Der Transport dürfte der heutigen Verbindungsstraße von Altenau nach Clausthal gefolgt sein, was sich einfach aus einer Auswertung des Höhenprofils ergibt. Dieser Weg endet an dem Flusslauf der Oker in der Höhe des heutigen oberen Okertals. Von dort konnte man das Pferd mit der Plattform, die somit auch als Floß diente, die Oker flussabwärts bringen.


So ähnlich könnte es damals ausgesehen haben.

Die Oker führte damals ohnehin mehr Wasser (wogegen heute ein Großteil über den Oker-/Granestollen abfließt) und war wesentlich breiter als der heutige Flusslauf, der erst durch den Bau der Straße im Okertal nicht mehr so breit, sondern heute eher steil und schroff ist. Die Talsperre gab es natürlich damals auch noch nicht, sondern nur den kleinen Fluss, der sich – wo heute die Talsperre liegt – durch eine kleine Ansiedlung, das spätere Schulenberg (das heute in der Talsperre versunken ist) schlängelte. Dass auf der Oker früher geflößt wurde, ist eindeutig belegt. Bis heute deuten Bezeichnungen von Plätzen und Gebäuden (siehe Gaststätte Flösserstube) auf diese Nutzung hin.

So konnte der „Goslarer Trojaner“ - begünstigt durch reichlich Schmelzwasser im Frühjahr - durch das breite Okertal bis zum heutigen Beginn der Halberstädter Straße in Oker verschifft werden. Ab der Stelle, wo Oker und Gose (Abzucht) zusammenfließen, sollte offensichtlich das Pferd im Verlauf der damals schon existierenden Ost-/West Verbindung „Im Schleeke“ bergauf Richtung Goslar bzw. zum Breiten Tor gezogen werden. Unklar ist, ob der Untergrund um den Fluss zu weich war oder ob man die Mühe, das schwere Holzmonument über die Steigung von Oker bis zum Breiten Tor zu ziehen, unterschätzt hatte. Nach derzeitigen Kenntnisstand wird vermutet, dass sich das Holz des Pferdes, was im Nachbau auf ein Trockengewicht von drei Tonnen kommt, zusätzlich beim Flößen mit Wasser vollgesogen hatte. Es dürfte damit weit über vier Tonnen gewogen haben. Wahrscheinlich ist erst mit dem Beginn der Steigung die Erkenntnis gekommen, dass die Idee, ein so großes Pferd „heimlich“ gut 5.000 Meter bergauf Richtung Goslar zu ziehen, nochmals zu überprüfen gewesen wäre.


Blick zum Breiten Tor in Goslar. Hier wäre das Unternehmen auf jeden Fall zu Ende gewesen.

Aber war es nur das Gewicht? Wahrscheinlicher ist, dass man einen Kundschafter vorgeschickt hatte, um das Gelände und die Strecke bis zum Breiten Tor darauf zu prüfen, ob der Weg bis in die Stadt möglich sein. Und wahrscheinlich war diesem Kundschafter, der die Aufmaße und damit die Höhe des Goslarer Trojaners kannte, beim Blick auf den Durchgang am Breiten Tor klar geworden, dass das Pferd wesentlich höher war als der Durchlass im Breiten Tor. Wenn es so war muss es ein Schock gewesen sein - die ganze Mühe umsonst!

… Der eigentliche Überfall der Clausthaler auf Goslar ist somit nie bis zum Ende durchgeführt worden. Viele gescheiterte Überfälle fehlen in der Geschichtsschreibung - aus gutem Grund: sie waren eine Schmach für die, die erkennen mussten, wie unvollständig ihre Planung war. Aber wenn Dokumente vorhanden gewesen sind, hätten diese gezeigt, dass es schon damals in Clausthal-Zellerfeld herausragende Denker und Meister der Konstruktion gab. Es müssen hochgebildete Marktscheider mit mathematischen, geologischen, physikalischen Kenntnissen dabei gewesen sein, um den optimalen Weg durch die Berge zu finden.

Die Geschichte zeigt, dass manches, was in der Umsetzung machbar gewesen ist, letztendlich an einfachen Fakten der Realität scheitern kann.

Ich als Wahl-Oberharzer bin natürlich hin- und hergerissen, ob ich stolz auf die Leistung und das fast Vollbrachte sein oder aber eher vor Scham im Erdboden versinken soll.
Was wäre gewesen wenn? Du darfst gern Vorschläge machen… Goslar wäre vielleicht ein Stadtteil von Clausthal-Zellerfeld geworden!? Oder? … Oder!? … Oder!

Der Cache

Das Privatgelände bitte NICHT betreten! Es wird videoüberwacht.

Der Multi ist nötig, weil die “SelVieh”-Plattform als Versteck leider durch einen Tradi um die Ecke blockiert ist.

Es gilt drei Fragen zu beantworten, um an die Position der Dose zu gelangen.

  • A: Wieviele Reihen Bretter sind an der Oberfläche des Podests, auf dem der Trojaner “steht”?
  • B: An wievielen Stellen ist das Pferd am Podest befestigt?
  • C: Wieviele “Räder” hat der Trojaner?

Es sind keine Fangfragen. Es gilt immer die offensichtliche Antwort.

Und jetzt wird gepeilt:
Und zwar ab der dem Zaun nächsten Ecke der Plattform [A/2]° in [B,C * B * C] m Entfernung

Ach ja, wenn du möchtest, darfst du natürlich im Log dein “SelVieh” mit dem Trojaner hochladen.

Viel Spaß und Happy Hunting wünscht
ΣΑΠ

Du möchtest deinen Besuch mit einem Banner belegen? Kein Ding! Bittesehr! Copy/Paste mit dem Codeschnipsel. Du weißt schon.

<p><a href="https://coord.info/GC8Y0GH"><img style="border:0;" src="https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/09ba54cc-2db4-41e5-b329-9fc0a1bbb419.jpg" /></a></p>

Noch etwas: Schau mal, wann der Cache versteckt wurde.


Die “Goslarer Geschichte(n)” sind eine Cachereihe, die von per4man ins Leben gerufen wurde. Es sind Caches mit lokalem Bezug, bei denen nicht die Dose, sondern die Geschichte hinter der Dose im Vordergrund steht. Und ein klitzekleines Detail ist ihnen allen gemein.
alle Goslarer Geschichte(n)

Additional Hints (Decrypt)

O,P vfg rvar Xbzznmnuy - qvr oyrvog tnam Svany: zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)