
Wer diesen (Bonus-)Cache finden möchte, muss zunächst den Adventure Lab Braugeschichte Neunkirchens absolvieren. Dort findet ihr alle notwendigen Angaben zum Bonus. Den Adventure Lab findet ihr hier:
https://labs.geocaching.com/goto/bier-in-neunkirchen
oder scannt den QR-Code:

Auch wenn euch nachfolgende Informationen bei der Suche nach dem Bonus nicht behilflich sein werden, möchte ich hier für die Interessierten noch einmal die im Adventure Lab teilweise bereits beschriebene Braugeschichte des Markts Neunkirchan am Brand wiedergeben.

Neunkirchen hat eine lange Tradition im Bierbrauen: Bereits im Jahre 1488 begann man im ehemaligen Chorherrenstift damit, Bier zu brauen. Da die Weingärten nicht ertragreich genug und Getränke teuer waren, beschloss Propst Konrad, selbst Bier herzustellen. Hierzu wurde kurzerhand die Badstube des Stifts in ein Brauhaus umgewandelt und ein Braumeister samt Gesellen eingestellt.
Bald darauf braute man aufgrund steigender Nachfrage in zwei Kommunbrauhäusern. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in Neunkirchen - dem Mittelpunkt einer „Hofmark“ mit mehr als 30 Dörfern und Weilern - 100 Braurechte, von denen 15 intensiv genutzt wurden.
Brauerei Johann Georg Polster
Im Jahre 1532 wurde die (heute nicht mehr existierende) Brauerei als älteste der Neunkirchner Brauereien innerhalb der Stadtmauern des Marktes gegründet. Kurz nach Schließung des unteren kommunalen Brauhaues 1926 errichtete die Brauerei Polster ein Sudhaus außerhalb des Forchheimer Tores und betrieb dieses bis 2005.

ursprüngliches Gebäude der Brauerei Georg Polster / Luftaufnahme des späteren Areals um die ehemalige Polsterbräu außerhalb der Stadtmauern mit dem Beck'n Hannes (Fachwerkhaus)
Brauerei Hubmann
Die Brauerei Hubmann war einmal die größte Brauerei Neunkirchens: sie produzierte im damaligen unteren Kommunbrauhaus 78 von insgesamt 336 Hektolitern. 1879 installierte sie eine eigene Sudanlage, gab jedoch kurz nach dem 1. Weltkrieg den Betrieb auf, da keine weitere Expansion an dem Standort möglich war.

ehemaliges unteres Kommunbrauhaus an der Einmündung Äußerer Markt/Fröschau / Marktplatz mit ehemaliger Brauerei Hubmann
Brauerei Johann Georg Schmitt
In der Forchheimer Straße 5 befand sich die ehemalige Brauerei und Wirtschaft von Johann Georg Schmitt, auch „Beck’n Hannes“ genannt. Der Name stammt von der ehemals dort ansässigen Bäckerei, die 1761 um einen Brau- und Schankbetrieb erweitert wurde. Direkt hinter dem Forchheimer Tor linker Hand befindet sich das dreistöckige Fachwerkhaus mit der markanten blau gestrichenen Tür. Hier befand sich ein „schattiger Wirtschaftsgarten“, der bei Ausflüglern, die Anfang des letzten Jahrhunderts bis aus Erlangen kamen, sehr beliebt war. Er gehörte zur Brauerei Georg Schmitt. Eine zweite blaue Tür führt in den ehemaligen Eiskeller, der die Lagerung des Bieres aus den Kommunbrauhäusern bis in den Sommer hinein ermöglichte.

Beck'n Hannes Gartenwirtschaft / Motoreissäge von 1950
Brauerei Vasold
Am Inneren Markt 6 befindet sich das aus dem 17. Jahrhundert stammende Geburtshaus von Benedikt Vasold, einer weiteren Neunkirchener Bierbrauer-Dynastien. In seiner langen Geschichte diente das Haus neben Wohnhaus und Bäckerei auch als Lagerstätte für Gerste und hatte einen Schankbetrieb. Am 25.05.1920 heiratete Johann Eduard Schmitt Benedikt Vasolds Tochter Kunigunda. Somit wurden zwei Bierbrauerdynastien zusammengeführt. Die Brauerei Vasold & Schmitt im Schellenberger Weg ist die einzige noch aktive Brauerei Neunkirchens.

Gelände der Brauerei Vasold & Schmitt um 1920 / Bierauto der Brauerei Vasold & Schmitt aus den 1930ern
Quellen:
Schlee, Karl-Heinz (1987), "Neunkirchen am Brand wie es früher einmal war", 2. Auflage
Heimat- und Trachtenverein Neunkirchan am Brand e.v (2013), "Braugeschichte des Marktes Neunkirchan am Brand"