Die Hoffmann'sche Mühle von Steinenhausen
Steinenhausen ist ein Ortsteil der großen Kreisstadt Kulmbach und liegt am Zusammenfluss von Rotem und Weißem Main.
1316 wurde eine Mühle "ze dem Steinenhaus" erwähnt. Dies ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.
Die Mühle, von der heute nur noch ein paar Mauern stehen, wurde in der Vergangenheit zweimal Opfer eines großen Feuers.
Im September 1923 brach aus ungeklärter Ursache ein Brand im obersten Stockwerk der damals hochmodernen Mühle aus. Die örtlichen Feuerwehren versuchten, eine Motorspritze aus Kulmbach anzufordern - leider blieben die Anrufe unbeantwortet, und die zeitliche Verzögerung führte zu einer völligen Zerstörung der Einrichtung der Mühle. Gerade noch rechtzeitig traf dann doch noch die Motorspritze aus Kulmbach ein, so dass 10.000 Zentner Getreide im Lagerraum der Mühle gerettet werden konnte. In der Folge wurde die Ausrüstung der Kulmbacher Feuerwehren modernisiert.
Weitere Infos findet ihr hier: Großbrand in Kulmbach weil keiner den Notruf hörte
Nach dem Großbrand wurde die Mühle durch die Eigentümer 1958 noch einmal komplett modernisiert und sollte zu einem reinen Wasserkraftwerk umgebaut werden. Im Juli 1962 kam es dann erneut zu einem Großbrand. Bei Eintreffen der Wehren standen mehrere Teile der Mühle bereits in Flammen. Die Brandbekämpfung war aus Sicherheitsgründen nur von außen und oben möglich. Trotz dem beherzten Einsatz der Feuerwehren und der neuen Drehleiter brannte die Mühle komplett ab.
Weitere Infos findet ihr hier: 1962 wurde eine Kulmbacher Mühle zum zweiten Mal ein Raub der Flammen.
Die Mauern, die von der Mühle noch übrig sind, können aus der Nähe der Cache-Koordinaten gut gesehen werden. Die Imposante Fassade ist heute von Efeu bewachsen. Ein Betreten des Grundstücks ist leider nicht möglich und auch nicht erlaubt.