Das Rittergut Pommritz hat eine bewegte Geschichte.
Der Ort selbst wurde 1359 erstmalig urkundlich genannt, 1653 wurde bereits ein „Rittergut Pommritz“ erwähnt. Danach wurde das Gut im Laufe der Zeit durch mehrerer Adelsfamilien bewirtschaftet.
1863 kaufte das „Direktorium der Landwirtschaftlichen Bank des Königlichen Markgraftums zu Bautzen“ das Rittergut und gestaltete es die folgenden Jahre zur „Agrikulturchemischen Versuchsanstalt Pommritz“ um.
Im Jahr 1919 begann das Zeitalter der „Versuchsanstalt für Landarbeitslehre Pommritz“, das die landwirtschaftliche Forschung und Lehre revolutionierte sowie Pommritz zum bedeutendsten Forschungszentrum und Modellgroßbetrieb deutscher Landwirtschaft seiner Zeit erhob.
Eine Errungenschaft dieser Anstalt ist u.a. die heute noch verwendete Technologie des „Pommritzens“, einer speziellen Form der Rübenernte.
Nach 1945 wurde die Versuchsanstalt aufgelöst und zu einem „Volkseigenen Gut“ erklärt. In diesem Gut wurde gleichzeitig eine überregionale Ausbildungsstätte mit Internat für 60 Lehrlinge eingerichtet.
Nach der Deutschen Einheit 1990 wurde das „Volkseigene Gut“ als solches abgewickelt.
Im Jahr 1992 wurde der Verein Neue Lebensformen e.V. als Projektträger gegründet. 1993 erfolgte der praktische Projektstart des „LebensGut Pommritz“. In Zusammenarbeit mit regionalen Initiativen, Behörden, Unternehmen und Hochschulen entstanden ein ökologischer Landwirtschaftsbetrieb, eine Erlebniswelt für Philosophie und Ethik und ein Institut für Kultur- und Sozialökologie.
Das LebensGut Pommritz war ein Projekt der Weltausstellung Expo 2000 und umfasste in diesem Jahr ca. 80 Mitwirkende in den verschiedenen Bereichen.
2014 übernahm der Weiterbildungsanbieter WBS Training das Gut. Es ist heute ein „Bio-Seminarhaus“
Quelle: https://www.wikiwand.com/de/Rittergut_Pommritz#/google_vignette