6# Markt Türkheim – Gut Ludwigsberg
Das ist ein Cache meiner „Markt Türkheimer“ Dosen.
Diese Dose liegt beim Golfplatz zu Gut Ludwigsberg von Türkheim.
Gut Ludwigsberg
Durch Herzog Maximilian Philipp stieg die Bautätigkeit in Türkheim und damit auch der Bedarf an Baumaterial. Lehm zur Ziegelproduktion fand man auf dem Höhenrücken nördlich von Türkheim. Also ließ der Herzog hier Ziegel brennen. Schon vor 1729 hieß der herzogliche Zieglermeister und des herzoglichen Ziegelstadels Peter Wiedemann. 1729 kaufte dieser den Hof und den Ziegelstadel von der kurfürstlichen Hofkammer. Das Gut zu Ludwigsberg ist heute noch im Besitz der Familie Wiedemann.
1826 erhielt Colleta-Wiedemann auf dem Zieglerberg die Erlaubnis, Bier auszuschenken und Gäste mit kalten Speisen zu bewirten.
1827 Der „Zieglerberg“ wird „Ludwigsberg“
1885 die Neuanlage einer Schießstätte erwogen. Ziegler Philipp Wiedermann stellte einen sehr schönen, teilweise bewaldeten Platz westlich seines Gutshofes zur Verfügung.
Mitte des 19. Jahrhunderts fand die Vergrünlandung des Allgäus statt. Magnus Epple stammte aus Leuterschach und brachte die im Allgäu schon bekannte Weichkäserei nach Türkheim. Hubert Wiedemann sen. schreibt hierzu: Die erzeugte Milch vom Gutshof wurde damals in eigener Regie in einer kleinen Käsküche, die hinter dem heutigen Pferdestall stand, verarbeitet. Molkereien gab es zurzeit noch keine in Türkheim. Da hat sich der ehem. Viehpfleger Epple, der 25 Jahre auf dem Hof war, entschlossen, in Türkheim eine Käsküche zu errichten, damit die Bauern ihre erzeugte Milch anliefern konnten und ihre Milch besser verwerten.
1899 wurde die Ziegelei verlegt. An der Stelle der alten Ziegelei wurde ein Viehstall gebaut. Der neue Ziegelstadel wurde näher zu den Lehmgruben verlegt. 1906 wurde von Handschlagbetrieb auf Maschinenbetrieb umgestellt
Im Herbst 1915 wurde die Ziegelproduktion vorerst eingestellt. Im Frühjahr 1920 kam zufällig ein italienischer Ziegelbrenner auf den Ludwigsberg. Er sah dort noch 150.000 ungebrannter Ziegel und Kohle lagern. Er fragte, ob er nicht die Ziegel brennen solle. Gesagt, getan.
1923 gab es einen großen Umbau und eine Rationalisierung der Ziegelei. Es wurde auch eine Hochspannungsleitung auf den Ludwigsberg gebaut. Am 1931 wurde die Ziegelproduktion eingestellt. Im Januar 1934 bat die Wehrmacht Ludwig-Wiedemann, das stillgelegte Ziegelwerk wieder in Betrieb zu nehmen, da man für Kasernenbauten Ziegel benötigt.
1929 brannte dann der Gutshof ab und ein Neubau war erforderlich.
1943 brannte die Ziegelei ab. Die unbeschädigten Maschinen wurden abmontiert und kamen nach Wien Neustadt. Auch die Gleisanlagen, Rollwgen, Bagger, selbst die schweren Dampf-Mobile wurden beschlagnahmt und weggeschafft. Seitdem wurden auf dem Ludwigsberg keine Ziegel mehr hergestellt.
Heute Befindet sich im Gutshof ein Reitstall und auf den dazugehörigen Ländereien ein Golfplatz.
Nun aber zum Cache
Die Cache Nummerierung zeigt die Zusammengehörigkeit der Runde. Wie die Runde gestaltet wird (Reihenfolge) ist euch überlassen.
Es muss kein Privatgrund Betretten werden!
Bonus Zahlen Notieren!!! (nicht jede Dose enthält eine Bonus Zahl)