Hinweis: Das Gebiet der Giesener Teiche ist ein Naturschutzgebiet und das gesamte Jahr über für Spaziergänger zugänglich, wobei die Wege nicht verlassen werden dürfen und Hunde an der Leine zu halten sind.
Da das Listing erfahrungsgemäß erst vor Ort bis zum Ende gelesen wird, denkt daran, eine kleine Menge Wasser mitzubringen.
Eure Erdzeitreise führt euch entlang des Bodenlehrpfads „BodenBlick Giesener Teiche“. Auf zahlreichen Schautafeln erhaltet ihr Einblick in die uralten Gesteinsschichten, die ihr im Tal und an den Hängen durchwandert.
Vor Millionen Jahren bedeckte ein flaches Meer die gesamte Region, dem Germanischen Becken. An den höchsten Punkten sind nun die ältesten Formationen sichtbar, abfallend geht es auf wenigen Metern Strecke durch die Erdgeschichte; Buntsandstein, Muschelkalk…
Heute finden wir eine Hügellandschaft vor, die auf die unterschiedlichen Eigenschaften der Sedimente zurückzuführen ist. Während in der Zeit des Buntsandsteins vor 237-245 Millionen Jahren unter anderem Tonstein entstanden ist - ihr erkennt ihn an seiner rötlichen Farbe - bildete sich in der Zeit des Muschelkalks der helle Kalkstein.
Tonstein weist eine geringere Resistenz gegenüber Erosion als Kalkstein auf, wurde so schneller abgetragen und das vor euch liegende Tal entstand.
Wenn ihr zur Profilwand an WP 7 gelangt, könnt ihr den Tonstein sehr gut erkennen. Er besteht aus sehr feinen Tonmineralien, Korngröße < 0,002 mm, die selbst mit der Lupe nicht erkennbar sind.

Im Erdmittelalter breitete sich hier ein flaches, subtropisches Meer mit Korallenriffen, Seelilien, Muscheln und Fischsauriern aus, das das gesamte Germanische Becken bedeckte. Die kalkhaltigen Überreste der Tiere sanken zu Boden, aus den Sedimenten entstand der Kalkstein, weil darin noch immer Versteinerungen zu erkennen sind, wird das Gestein Muschelkalk genannt. Mit etwas Glück könnt ihr hier Reste der Lebewesen, in Form von Versteinerungen entdecken.
Weiter Richtung Westen befindet ihr euch in noch älteren Gesteinsschichten, die vor 237 bis 245 Millionen Jahren entstanden sind, dem Buntsandstein. Sie sind am rötlich gefärbten Erdboden zu erkennen.
Am WP 3 könnt ihr einen Bestandteil im Tonstein entdecken: Gips, CaSO4*2H2O. Er entstand bei der Verdunstung des Meeres. Dabei stieg der Salzgehalt, bildete den Zechstein, der wiederum aus Gips und Steinsalz besteht und baute den „Giesener Salzsattel" auf, dem die Region das Kalisalz verdankt. Es wurde bis 1980 im Kaliwerk Siegfried-Giesen abgebaut.
Belohnt euch am Ende der Erdzeitreise mit einem herrlichen Panoramablick vom Osterberg über die offene Landschaft mit Schafs-und Ziegenherden, die hier zur Erhaltung der Arten- und Lebensraumvielfalt genutzt werden.

Um diesen EC zu loggen, sind folgende Aufgaben zu erledigen:
Bringe dafür etwas Wasser mit.
1) An den Koordinaten blickst du nach Norden.
Beschreibe die geologische Formation auf die du hier schaust und was glaubst du, aus welchem Erdzeitalter sie stammt.
2a) WP 7: Du stehst hier vor einer Profilwand mit einigen unterschiedlich großen Löchern.
Was meinst du, wie sie entstanden sind?
2b) Nimm eine Probe Tonstein nahe der Profilwand und beschreibe ihn im trockenen Zustand.
Anschließend befeuchte ihn mit eurem mitgebrachten Wasser und mache eine Fingerprobe. Wie fühlt sich der Tonstein nun an?
3) WP 3: Beschreibe die Struktur des Gipsaufschlusses vor Ort. (Größe, Form)
4) Entsprechend der Guidelines ist ein Foto keine Pflicht, aber bei einem Earthcache Ehrensache. Wir würden uns über ein Foto mit euch an dem für euch schönsten Platz an den Giesener Teichen freuen.
Bitte antwortet über unser Profil. Keine Team-Antworten, jeder darf die Fragen selber beantworten :-)
Nach dem Absenden könnt ihr gleich loggen, falls etwas nicht in Ordnung sein sollte, melden wir uns.
Wir wünschen euch ganz viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!
Textquellen: Infobroschüre "Naturerlebnisgebiet Kleeblatt", Paul-Feindt-Stiftung Hildesheim
Bildquelle: Eigene Aufnahme