Tanger Runde #1 - Die Brandkuhle
Hallo liebe Mitcacherinnen und Mitcacher! Diese Tradi-Runde ist der Auftakt zu einer Cache-Reihe, mit der ich Euch gern an einige Orte meiner eigenen Kindheit führen möchte. Die Reise geht durch Tange und die Ortschaften um zu, da ich hier aufgewachsen bin. Die Reihe werde ich nach und nach um weitere Caches erweitern. Zu Beginn bitte ich Euch, einige Hinweise zu beachten, da mir sehr wichtig ist, dass wir alle lange und viel Spaß am Hobby haben und dabei Umwelt und die Landschaft geschützt werden.
Die Koordinaten sind daher so genau gemittelt, wie es mit den mir zur Verfügung stehenden Geräten möglich war. In der Regel habe ich die Caches an Orten versteckt, die keinerlei extensives Suchen im Unterholz erfordern. Die Verstecke sind im Großen und Ganzen ohne Werkzeug gut erreichbar und liegen nicht auf oder in direkter Nähe zu Privatgrundstücken. Bitte verhaltet Euch respektvoll, achtet Anlieger und Umwelt und hinterlasst alles so, wie Ihr es vorgefunden habt.
Wissenswertes zur Brandkuhle
Eine behördlich organisierte Feuerwehr, wie wir sie heute kennen, gab es in der Region lange Zeit nicht. Eine der ersten dokumentierten Bestrebungen, das Feuerlöschwesen zu reglementieren, findet sich in Form der oldenburgischen Kanzleiverordnung von 1765, die Hausmänner und Köter (also Hausbesitzer) auch im Kirchspiel Apen dazu verpflichtete, eine rudimentäre Feuerlöschausrüstung anzuschaffen. Diese bestand aus einem Feuerhaken, einer Leiter und einem oder zwei ledernen oder hölzernen Wassereimern. Feuerspritzen hingegen wurden im Gebiet der heutigen Gemeinde Apen erst im Laufe des 19. Jahrhunderts angeschafft, wohl auch, weil die Region von schwereren Feuersbrünsten weitgehend verschont blieb. Die ersten freiwilligen Feuerwehren wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet. Diese wurden im 1882 gegründeten Oldenburgischen Landesfeuerwehrverband organisiert, der um 1900 bereits 35 freiwillige Wehren mit etwa 1.850 Mann umfasste. Bis 1950 wuchs der Verband auf 210 Wehren mit einer Mannstärke von über 5.000 Feuerwehrleuten an.
In der Chronik der Gemeinde Apen wird die Einheit Nordloh/Tange im Jahr 1968 mit einem VW-Löschfahrzeug aufgeführt. Im Gemeindegebiet Apen gab es damals ein weiteres Löschfahrzeug, zwei Löschgruppenfahrzeuge LF8 und ein Einsatzfahrzeug. Heute verfügt die freiwillige Feuerwehr Nordloh/Tange über ein modernes Löschfahrzeug. Die Hauptstärke der Löschfahrzeuge in der Gemeinde liegt jedoch bei der Schwerpunktfeuerwehr Apen und der Stützpunktfeuerwehr Bokel-Augustfehn.
An diesem Ort mitten im Örtchen Tange befand sich früher ein Wasserreservoir, das der örtlichen Feuerwehr lange Zeit als Löschwasserteich gedient hat. Der ehemalige Löschwasserteich wurde jedoch vor einigen Jahren zugeschüttet, da er heute keine Funktion mehr erfüllt. Stattdessen gibt es heute ein flächendeckendes Netz genormter Löschwasserentnahmestellen, von denen es am Standort der ehemaligen Brandkuhle ebenfalls eine gibt. Man kann hier heute noch einen einfachen Schöpfarm bewundern, der als Denkmal dient und heute keine Funktion mehr erfüllt. Mit seiner Hilfe wurde vor Anschaffung eines Spritzenwagens Löschwasser in Eimern entnommen.
Der Ortsbürgerverein Tange hat an diesem idyllischen Plätzchen einen Tisch und zwei Bänke aufgestellt, die im Winter jedoch eingelagert werden. Die Stelle lädt vor allem Fahrradfahrer und Spaziergänger zum Verweilen ein. Direkt hinter der ehemaligen Brandkuhle kann man ein sehr schönes Naturdenkmal bewundern, denn hier steht eine mehr als 100 Jahre alte Eiche.
!!! Der Hydrant ist nicht das Ziel !!! Hier muss nichts auf- oder abgeschraubt werden !!!
