Ein kleiner Spaziergang an der noch fast unberührten Havel in der Nähe der alten Schleuse Friedrichsthal. Hinter der Kolonie "Zukunft" kann man die schöne Natur NOCH in Ruhe genießen.
Das Kanalkreuz Oranienburg ist ein Wasserstraßenkreuz bei der brandenburgischen Stadt Oranienburg, nördlich von Berlin. Es besteht grundsätzlich seit der Fertigstellung des Oranienburger Kanals 1837. Dieser kreuzt den schon seit dem späten 18. Jahrhundert bestehenden Ruppiner Kanal. Aufgrund der kriegsbedingten Zerstörung der Schleuse Sachsenhausen 1945, die im Anschluss nicht wieder aufgebaut wurde und der Stilllegung der Schleuse Friedenthal vor 1960 ist das Wasserstraßenkreuz aktuell nur in seinem südwestlichen Schenkel im Oranienburger Kanal und seinem nordwestlichen Schenkel im Ruppiner Kanal durchgängig befahrbar.
Nach dem Willen von Bund, Land und Stadt soll der Havelarm ausgebaut und vertieft werden. Grund ist „Tourismus-Power“, weil Richtung Friedrichsthal die stillgelegte Schleuse wieder aufgebaut werden soll. Rund 7,3 Millionen Euro soll der Ausbau kosten. Für jährlich nur rund 3000 Ausflugsboote und Co. Der jetzt vorhandene Hafen hinterm Schloss wäre mit neuem Ausflugsverkehr überfordert. Schon jetzt platze der aus allen Nähten. Von dem Geld könnte auch in sinnvollere Projekte investiert werden.
Erst vor zwei Jahren ergab eine Zählung, dass wir im Oranienburger Havelarm-Kanal 34 verschiedene Vogelarten haben (wie z.B. Ziegenmelker, Kranich, Hohltaube und sogar auch ein sehr seltenes Eisvogelpaar). Auch die seltene Knoblauchkröte und Molche sollen dort zu Hause sein. Ein Ausbau des Oranienburger Havelarm-Kanals würde die Natur zerstören.