In der „Diroit Basilika“ sind 96 Restlinge aus der näheren Umgebung ausgestellt. Als Besonderheit enthalten manche von ihnen Kluftfüllungen.
Diese Kluftfüllungen stellen das Thema des vorliegenden Earthcaches dar!
Die "GROSSE BASILIKA" hat ihren Namen von der altrömischen "Fünfschiffigkeit", wie wir sie von sakralen Bauwerken her kennen. Ein Kreisbogen, vereint 96 Dioritrestlinge in sechs Bahnen.
Die Dioritsteine aus dem Paläozoikum geben der Landschaft ein besonderes Gepräge. In erster Linie wurden früher sogenannte Restlinge fälschlicherweise auch Findlinge genannt verarbeitet; erst später wurden zur Steingewinnung Hang- und Tiefenbrüche eröffnet.
Eigenschaften von Diorit:
Diorit geht als Tiefengestein aus der langsamen Erkaltung und Auskristallisation in die Erdkruste emporgedrungener Magmen hervor.
Das Gestein ist von hell- bis dunkelgrauer Farbe, kann aber auch grünlichgrau, blaugrau bis nahezu schwarz sein. Weiterhin wird Diorit den Anteilen dunkler Gemengteile nach in Leuko- und Meladiorit unterschieden. Das Gefüge von Diorit ist körnig, die Korngröße variiert zwischen fein- bis mittelkörnig. Die Kristallform der aufbauenden Minerale ist sowohl xeno- als auch idomorph, die kompakt ohne Einregelung im Gesteinsverbund angeordnet sind.
Die Kluftfüllungen:
Die Dioritkörper im nördlichen Waldviertel werden von Pegmatiten und bereichsweise auch von niedrigthermalen Kluftfüllungen durchzogen. Diese Gänge weisen eine Mächtigkeit von wenigen Zentimetern bis etwa 1 m auf und die Kristalle sind größer als bei den niedrigthermalen Kluftfüllungen. Die Kontakte zum Nebengestein sind in der Regel scharf. Sich kreuzende Pegmatitgänge weisen auf eine Mehrphasigkeit der pegmatoiden Durchäderung hin.
Niedrigthermale Hohlraum- und Kluftmineralisationen: Durch mittel bis tiefthermale Mobilisation und Umwandlung bzw. Zersetzung der primären und der hydrothermal-pneumatolytisch gebildeten Mineralphasen entstanden Mineralien, die in einem Pegmatit überlicherweise nicht auftreten, wie z. B. Apophyllit, Chlorit, Prehnit und Zeolithe. Diese niedrigthermalen Lösungen durchsetzten einerseits die durch die vorangegangene Hydrothermalphase bereits ausgelaugten Kavernen der Pegmatite und benutzten andererseits auch das teils ausgeprägtere Kluftnetz der Diorite selbst. So kommt es, daß diese hydrothermalen Kluftsysteme quer zu den Pegmatitgängen streichen und diese teilweise auch kreuzen.
Quellen: Die Mineralvorkommen der Diorite des nördlichen Waldviertels von F. Koller und G. Niedermayr, Naturhistor. Mus. Juni 1979 und Granit und Diorit aus dem Waldviertel von Emil Himmer
Du brauchst meine Logerlaubnis nicht abzuwarten - sollten die Antwort falsch sein, melde ich mich, ein Foto an der Location ist Logbedingung:
- Vergleiche die Kluftfüllungen an zwei Restlingen.
Sind diese in etwa gleich breit, schmäler oder breiter?
- Vergleich auch an diesen Steinen die Korngröße der Kluftfüllungen und beschreibe ob diese jeweils fein- oder mittelkörnig sind und ob sie glatter oder rauher als der umgebende Diorit sind?
- Sind die Kluftfüllungen Deiner Meinung nach aus Pegmatit oder niedrigthermal – begründe Deine Annahme.

