Dieser EarthCache beschäftigt sich mit den vielfältigen Gesteinen der Baar, die hier im Geologischen Garten ausgestellt sind.
Als Baar bezeichnet man das Stufenland zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb in Baden-Württemberg, welche auf durchschnittlich 700 m ü. NN liegt. Namensgeber der Baar war die ehemalige Landgrafschaft, welche damals eine noch größere Ausdehnung hatte. Der heutige Naturraum der Baar umfasst eine Größe von ca. 376 km⊃2;.
Geologisch betrachtet, befinden sich im Westen vorwiegend Tone und Mergel, während im Osten Schichtstufen des Schwarzjuras mit Lehm und Kalkschutten vorherrschen.
An den Koordinaten sind verschiedene Gesteine aus der Region ausgestellt und der EarthCache lädt euch dazu ein, hier etwas genauer hinzuschauen.

Im geologischen Park findet ihr folgende Gesteine: Keuper, Muschelkalk, Basalt, Gneis, Granit und Buntsandstein, sowie Gesteine aus dem Jura (Dogger & Malm).
Zeitalter Dogger (Brauner Jura)
Im Unteren Jura (Lias) ist von Nordwesten her ein Meer nach Mitteleuropa vorgedrungen und dehnte sich über fast ganz Süddeutschland aus. Es kam es zu Beginn des Mittleren Juras (vor etwa 175 Millionen Jahren) in einem ruhigen, langsam absinkenden Becken zur Ablagerung von dunklen Tonen.
Später wurde im nördlichen Teil gröberes Material vom Festland angelagert, woraus vor allem die gelb-/bräunlichen, eisenreichen Sandsteine entstanden. Hingegen konnten sich feine Tone ablagern, wenn eine Zeit lang weniger Sand (gröberes Material) antransportiert wurde. Meistens weisen sie eine gräuliche Färbung auf, in bestimmten Horizonten sind sie rötlich bzw. eisenhaltig.

Zeitalter Malm (Oberer Jura):
Das Zeitalter „Malm“ reicht ca. 150 Mio. Jahre zurück (oberer Jura). In Mitteleuropa überwiegt heller, mariner Carbonatgesteine (Kalkstein, Dolomitstein), daher wird Malm auch als "Weißer Jura" bezeichnet. Zur Zeit des Malms war der süddeutsche Raum von einem flachen subtropischen Schelfmeer bedeckt. Im Süden schloss daran ein weiteres Meer an, welches der Vorläufer des heutigen Mittelmeeres war. Der Norden war geprägt durch Inseln und größere Landmassen. Kalte, kalkreiche Wässer strömten in tiefen Bodenschichten aus dem Süden in das flache Schelfmeer. Bei ihrer Erwärmung wurde durch Bakterien Kalk ausgefällt und setzte sich ab. Zur gleichen Zeit schwemmten Flüsse toniges Material aus dem nördlichen Festland in das Schelfmeer. Je nach Überwiegen der Sedimentationsart entstand so im unteren und mittleren Malm eine typische Wechselschicht von Kalk- und Mergelstein.
Gesteinsart Buntsandstein:
Eine klassische Eigenschaft von Buntsandstein ist die rötliche Färbung. Die Rotfärbung weist darauf hin, dass während der Entstehung des Gesteins eine große Trockenheit und seltene, aber starke Niederschläge (Wüstenklima) vorherrschten. Sintflutartige Regenfälle spülten einst rot gefärbte Sande und Steine in die weitverzweigten Flüsse. Die Ablagerungen des Flussschlamms verfestigten sich zusammen mit den vom Wind zusammengewehten Sanden im Verlauf von Millionen Jahren zum rot gefärbten Buntsandstein. Typisch im Gestein sind durch Strömungen und Wellenbewegungen im Flachwasser gebildete Rippelmarken und während zeitweiliger Austrocknungen gebildete Trockenrisse im Buntsandstein.
Gesteinsart Muschelkalk:
Die Entstehung von Muschelkalk reicht viele Millionen Jahre zurück. Kleine Lebewesen im Meer, bzw. kalkhaltige Schalen oder Überreste von Tierskeletten (Ammoniten, Muscheln) lagerten sich auf dem Meeresgrund ab. Durch Druck verfestigten sich diese zu Muschelkalk. Im Gestein sind heute noch große Mengen an Muschelschalen zu finden, bzw. die Strukturen von Muscheln zu erkennen.

Aufgaben:
1.) Dogger: Ist das Gestein aus dem Dogger hier eisenreich? Falls ja oder nein, woran machst du das aus?
2.) Bundsandstein: Lassen sich hier noch Spuren erkennen, dass Bundsandstein durch Fließgewässer (fluvital) geformt wurde?
3.) Muschelkalk: Beschreibe die Oberflächenstruktur und den Aufbau des Gesteins.
4.) Bitte füge deinem Logeintrag noch ein Bild im geologischen Garten bei.
Wenn du mir die Antworten über das Message-Center zugeschickt hast, kannst du sofort loggen. In der Regel melde ich mich innerhalb der nächsten Tage, aber darauf brauchst du mit deinem Logeintrag nicht zu warten.
Viel Spaß mit diesem EarthCache!
Literatur:
Bayerisches Landesamt für Umwelt: https://www.lfu.bayern.de/geologie/bayerns_schoenste_geotope/69/index.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt: https://www.lfu.bayern.de/geologie/bayerns_schoenste_geotope/51/index.htm
Stadt Donaueschingen: https://www.donaueschingen.de/ausflugsziele/Ausflugsziel?view=publish&item=tripDestination&id=18
Bundesamt für Naturschutz: https://www.bfn.de/landschaftssteckbriefe/baar