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Kirchhainer Stadtbefestigung - Lab Bonus Mystery Cache

Hidden : 9/20/2020
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
4.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Kirchhainer Stadtbefestigung - Lab Bonus

 

Kurz vorweg - den gleichnamigen Adventure Lab Cache findest du ->hier<-.

 

Bei einem Spaziergang durch die Kirchhainer Innenstadt trifft man an einigen Stellen auch auf die Überreste der alten Stadtbefestigung.
Die Folgenden Informationen und Angaben zur Stadtbefestigung und den Stadttoren stammen hauptsächlich aus der von Herrn Bürgermeister a.D. Heinrich Grün im Jahre 1952 verfassten "Chronik der Stadt Kirchhain".

Besagte Chronik berichtet, dass " ...die städtische Ringmauer, aus einem Guß nach klarem Plan und entsprechend der hervorragenden Bedeutung Kirchhains als landgräfliches Bollwerk besonders vieltürmig erbaut, besaß noch 1786 insgesamt 26 Wehrtürme, darunter 21 Schalentürme, den rundum geschlossenen Gefängnis- oder Hexenturm, ... und 4 viereckige Tortürme."

Im heutigen Stadtbild findet sich nur noch der erwähnte Hexenturm, um dessen Erhaltung sich z. Zt. der "Förderverein Kirchhainer Kulturdenkmäler" bemüht.

Wer noch etwas tiefer in die Chronik blickt, findet noch ein paar Einzelheiten über die Stadttore: "Am Steigerstor (1383 Stegerspforte), Brießelstor und Borntor (1357 Bornpforte, 1358 Leiterstätter Pforte), befanden sich Pförtnerwohnungen, die mit Pförtnern besetzt waren; die Mühlpforte war dagegen nur nebensächlich."

Bevor Kirchhain mit einer Ringmauer und Türmen befestigt wurde (vor 1370 muss das wohl gewesen sein) schützte an der gefährlichen Nordseite ein "...tief in das Gelände eingeschnittener Wallgraben" vor feindlichen Angriffen.

Hatten die Ringmauer und die Stadttore den Großbrand nach dem Überfall der Mannen des mainzischen Amtmannes von Amöneburg, Graf Heinrich von Waldeck, in der Nacht vom 20. zum 21. März 1412, noch unbeschadet überstanden, so hinterließ der 30-jährige Krieg wohl recht deutliche Spuren. Zunächst liest man: "...Noch war die die Stadt umschließende Ringmauer mit ihren Türmen und Wehrgängen unversehrt. Starke, aus dicken Eichenbohlen gefügte und mit schweren Eisen beschlagene Tore mit Fallgatter schützten die Stadteingänge. ... Die vier Stadttore waren ständig von vier Pförtnern besetzt und wurden nachts geschlossen. Bei unruhigen Zeiten wurden die Torwachen von Bürgern mit übernommen."

Doch unter dem 23. Mai 1640 besagt die Chronik: "...erschienen vor Kirchhain kaiserliche Truppen, bestehend aus 800 Reitern und 200 Mann Fußvolk... Ein erbitterter Kampf mit den in Kirchhain einquartierten Schweden entspann sich. Schon waren zwei Stadttore gesprengt, da boten die heruntergelassenen Gatter dem andringenden Feinde halt,..." Im Jahre 1648, nach dem Friede im ganzen Land eingekehrt war, berichtet man über den Zustand der Kirchhainer Befestigungsanlagen: "...Die zerschossenen und eingestürzten Stadtmauern von Kirchhain wurden notdürftig ausgebessert..."

Die weitere Entwicklung Kirchhains in den nächsten Jahrhunderten, schreitet nur langsam voran, so dass erst im Jahre 1826 "...es ein Kirchhainer Bürger wagte draußen vor dem Borntor ein Wohnhaus mit Scheune zu erbauen." Ab dem Jahre 1819 wurden die alten Stadttürme abgebrochen. Von 1821 - 32 entstanden neue Tore, die aber ab 1841 ebenfalls wieder abgerissen wurden.

Wie sich das Stadtbild in Bezug auf die Ringmauer und die Stadttore in der Zeit von 1870 bis 1914 veränderte, weiß die Chronik ebenfalls: "...Noch zog sich die alte Ringmauer um Kirchhain. Wohl waren die Stadttore verschwunden und die ehemals vorhanden gewesenen Pförtnerwohnungen abgebrochen...". Das Stadtbild veränderte sich stetig weiter und so wurde 1896/97 ein neuer Viehmarkt- und Festplatz vor dem Mühltor angelegt. Damit dieser bei Hochwasser nicht mehr überflutet werden konnte, benötigte man Material zur Auffüllung des Geländes. So kam es, dass "...zunächst die alte Stadtmauer von der Bahnhofstraße bis zum Borntor, von der Klein bis zum Mühltor und vom Mühltor bis zum Amöneburgertor bis auf ganz geringe Reste abgebrochen..." wurde.

Soweit die Auszüge aus der Chronik von 1952.

In einer Beilage zur Hessischen Rundschau mit dem Titel "Heimatglocken" vom 16. Oktober 1937 fand sich folgender Aufsatz von Herrn H. Bingel, Vikar, über die Kirchhainer Stadttore:
"...Wie nach den Akten anzunehmen ist, müssen es mächtige Bauten gewesen sein. An den Seiten standen je ein großer Wehrturm in nicht ganz so großem Ausmaß wie der Hexenturm. Die Türme selbst waren wiederum von zwei übereinanderliegenden und sich tragenden Bögen und Gewölben mit einander verbunden. Darüber hin führte von einem Turm zum anderen ein starker Wehrgang. So standen sie am Amöneburger- und Brießelstor bis zum Jahre 1818-19. Das Borntor und Mühlentor scheinen schon vor dem eingerissen und abgebrochen zu sein. ... Der Bau neuer Stadttore wurde bald ausgeschrieben. Aber nicht in alter Form sollten diese aufgebaut werden; nur zwei steinerne solide Pfosten mit Gesimsen und Kugeln obenauf, in Höhe von 10 Fuß und 3 Fuß im Quadrat, sollten an den beiden Stadteingängen errichtet werden. Dazu zwei Flügeltore von 12,5 Fuß Breite. ...In gleicher Weise sind auch 1823 am Borntor und 1832 am Mühltor ähnliche Torpfosten zur Aufstellung gekommen."

Dienten Stadttore und Stadtbefestigungen in früheren Jahrhunderten dem Schutz der Bewohner, so sind sie heute zu touristischen Anziehungspunkten geworden. Dass sie aber auch nützlich waren, um einem Nachbarn einen Schabernack zu spielen, beweist ein Artikel vom 28. November 1938 ebenfalls aus dem Heft "Heimatglocken":

"Eines Tages hatte ein Nachbar von H. aus seiner am Mühltor an der damals noch stehenden Stadtmauer befindlichen Dungstätte auf einen einspännigen Wagen eine Fuhre Mist geladen und war damit beschäftigt, den Dünger auf dem Wagen mit dem Schlagbrett festzuklopfen." Am nächsten Tag sollte die Fuhre Mist mit einer Kuh auf den Acker gefahren werden, doch H. und sein Freund K. hatten etwas anderes im Sinn: "...als der Nachtwächter 11 Uhr "gehornt" hatte, konnten H. und K. ungesehen eine lange Leiter herbeischleppen und an der Stadtmauer aufstellen. Dann machten sich die beiden daran, den Mist von dem Wagen wieder abzuladen. Als dies geschehen, wurde der leere Wagen auseinandergenommen und bald lagen Räder, Achsen, die Arme, Bretter, Scheere usw. auf der Erde. Der Transport der einzelnen Wagenteile auf die Stadtmauer war viel schwerer und zeitraubender und bei der Dunkelheit mit viel Gefahr verbunden. ...die Hauptsache war, daß die Räder an den Achsen hingen und Boden- und Seitenbretter eingesetzt werden konnten. Noch war aber die Tätigkeit der beiden nächtlichen Arbeiter nicht beendet. Der abgeladene Mist wurde in Körbe gepackt und über die Leiter auf die Mauer und auf den Wagen gebracht."

Dieser "Mistwagen auf der Stadtmauer" war in Kirchhain und dessen Umgebung noch lange das Tagesgespräch !

Nun aber wieder zurück zur Gegenwart. An einem Haus in der Mühlgasse befand sich lange Jahre eine Zeichnung und auch ein schriftlicher Hinweis auf das Mühltor, was sich einstmals an dieser Stelle befand. Nach Abriss der Gebäude und Umgestaltung des Eingangsbereiches zum Festplatz zu einer "Mühltoreinkaufspassage" ist dieser Hinweis leider auch aus dem Stadtbild verschwunden.

 

Nun aber zum Cache:

Für den Adventure Lab Cache werden 5, und für den Bonus unterwegs weitere 5 Stationen entlang der alten Stadtbefestigung angelaufen. Alle Fragen, sowohl für den Lab- wie auch den Bonuscache werden Euch in der Adventure App gestellt! Lediglich die Positionen der Zwischenstationen gibt euch nicht die Adventure App, sondern die Laufkarte in diesem Listing vor.

Ihr spielt also den eigentlichen Adventure Lab und den Bonus in einem.

Aber keine Sorge, ihr werdet nicht kreuz und quer durch die Stadt gejagt, es gibt eine sinnige Reihenfolge.

Druckt vor dem Start am Besten den Laufzettel aus, sonst gibt's nachher nur Chaos!

Alternativ könnt ihr die Antworten der Stationen aber natürlich auch per Screenshot, Foto, was auch immer sichern, solange ihr es im Anschluss noch zuordnen könnt.

Wer den Rechenauftrag für die Bonuskoordinaten sucht: Er wird euch während des Labs bei Gelegenheit begegnen!

Wenn jetzt alles klar ist...

Hier geht es zum Lab Cache: Kirchhainer Stadtbefestigung

Additional Hints (Decrypt)

Anffr Süßr fvaq jbuy avpug irezrvqone. Hcqngr 11.6.21/Refngmqbfr: Fgrufg qh ibe qra reerpuargra Xbbeqvangra haq unfg anffr Süßr, tru 3 Zrgre anpu erpugf. Unfg qh wrgmg qvr Trsnue, qve qra Xbcs namhunhra, qnaa ovfg qh evpugvt.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)