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[Aus Wikipedia] Der alte jüdische Friedhof von Lösnich wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Vor der Genehmigung zur Anlage des Friedhofs 1883 benutzen die jüdischen Mitbürger einen anderen Ort als Begräbnisplatz, der aber ganz in der Nähe gelegen haben muss. Die Lagebeschreibung in einer handschriftlich angefertigten Skizze bezeichnet die fast zwei Morgen große Parzelle mit dem Namen „Burgbüsch“ neben der Büschwiesen am Erbertsgraben. Der Anlegung des neuen Friedhofs im Distrikt Erbert war ein jahrzehntelanger Streit mit der „Israelitischen Gemeinde“ vorausgegangen. Entsprechend der jüdischen Tradition weisen die Grabstätten nach Jerusalem.
Interessante Episode in der Geschichte: Häufig anzutreffen ist auf den alten jüdischen Grabsteinen der Name Schoemann oder Schömann, der auch ein verbreiteter Name innerhalb der christlichen Familiennamen war. Dies hat seinen Ursprung in der französischen Besetzung der linksrheinischen Gebiete von 1794. 1798 begann die französische Verwaltung mit der Einrichtung von zivilen Standesamtsregistern. Im Juli 1808 bestimmte ein napoleonisches Dekret, dass die jüdische Bevölkerung feste nicht veränderbare Vor- und Familiennamen annehmen mussten. Die in Lösnich ansässigen jüdischen Familien übernahmen dabei den in Lösnich bereits verbreiteten Familiennamen Schömann.
Stage:
1.) Zähle bitte die Anzahl der Grabstellen (Ein Doppelgrab!)- Du erhältst AB
2.) Peile (A+2*B)*10+90 Meter in 196,6°
3.) Finde die Dose, freu Dich und logge
Bitte verhaltet Euch der Stätte entsprechend respektvoll!
Die Besucher legen statt Blumen in der Regel kleine graue Steine auf das Grab. Nach dem Besuch des Friedhofs wäscht man sich die Hände, weil die Nähe der Toten kultisch unrein macht. Auch nichtjüdische Männer werden gebeten, aus Achtung vor den jüdischen Bräuchen auf einem jüdischen Friedhof ihren Kopf zu bedecken.
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