Wera Schikula (oder Wera Schilula oder Wera Žigula) 1921 - 1944

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Diese kleine Cacheserie soll an fünf junge Frauen erinnern, die in diesem Wald von Gestapo-Mitarbeitern getötet wurden. Wir wissen nicht, wo sie genau herkamen. Wir wissen nicht ihre Geburtsdaten. Nicht einmal die korrekte Schreibweise ihrer Namen ist immer eindeutig. Wir wissen, dass sie "Ostarbeiterinnen" waren, in den allermeisten Fällen ein beschönigender Ausdruck für Zwangsarbeiterinnen. Wir wissen, dass sie am 13. Oktober 1944 unter dem Vorwurf, geplündert zu haben, innerhalb von zwei Tagen ohne rechtsstaatliches Verfahren erschossen und verscharrt wurden. In den 1950er Jahren wurden sie dann in würdige Gräber in der sowjetischen Kriegsgräberstätte in Rurberg/Eifel umgebettet. (Auch dort gibt es einen Cache: GC747D5)
Update 09.05.2021: Den Cache in Rurberg haben wir heute besucht. Anschließend haben wir hier das Foto der Grabstätte sowie eine weitere mögliche Namensvariante hinzugefügt.
Update 17.12.2021: In diesem Jahr fand am Volkstrauertag eine Gedenkveranstaltung für die fünf jungen Frauen statt. Die Initiatoren waren die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Regiogruppe Mönchengladbach-Viersen), Pax Christi (Gruppe Viersen), Versöhnungsbund (Region Viersen), Friedensbündnis Mönchengladbach und der DGB Mönchengladbach. Auch Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) war dabei.
Da wir das individuelle Schicksal von Sina, Helga, Wera, Tonja und Maria nicht kennen....wer waren ihre Eltern? wen haben sie geliebt? hatten sie selbst Kinder?...., haben wir andere Quellen gesucht, die das Leben der "Ostarbeiterinnen" beschreiben.
Bitte betretet, wenn Ihr hier im Wald unterwegs seid, auf gar keinen Fall die ehemaligen Militärzonen (Warnschilder) und achtet die Privatsphäre der Menschen auf den Campingplätzen.
Rollstuhlfahrer können bei trockenem Wetter (wenn es nicht zu matschig ist) den Cache errreichen, werden aber zum Heben Assistenz benötigen. Leicht Sehbehinderten und Gehörlosen sollte er wenig Schwierigkeiten bereiten.
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Kinder
Wo Frauen sind, sind auch Kinder, oder...?
"Es wurden (...) eigene Stellen für Entbindungen von Zwangsarbeiterinnen eingerichtet. Schätzungsweise ein Viertel der Schwangerschaften von Polinnen und Ostarbeiterinnen wurde durch Zwangsabtreibungen beendet.
Das Reichssicherheitshauptamt veranlasste im Juni 1943, dass solche Kinder, die sich nach ihrem äußeren Erscheinungsbild nicht erkennbar von deutschen Kindern unterschieden oder ein Elternteil 'germanischen Volkstums' besaßen, nach der Stillzeit in besondere Pflegeheime kämen, um sie dort als deutsche Kinder zu erziehen und für die Adoption durch deutsche Paare vorzubereiten.
Kinder, die nicht auf diese Weise als 'gutrassig' beurteilt worden waren, kamen in 'Ausländerkinder-Pflegestätten', in denen sie vorsätzlich unterernährt wurden, und in denen die Sterblichkeitsrate zwischen 25 und 50 %, in einigen Fällen sogar bei 90 % lag."
Quelle: www.bundesarchiv.de (gilt auch für das Bild)

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Giselheer dem Knaben
Else Lasker-Schüler
An meiner Wimper hängt ein Stern,
Es ist so hell
Wie soll ich schlafen -
Und möchte mit dir spielen.
- Ich habe keine Heimat -
Wir spielen König und Prinz.