Den geologischen Untergrund im Moosbachtal bilden Ablagerungen des Bundsandsteines (Trias), die teilweise von Schwemmland aus der Erd-Neuzeit (Holozän) überdeckt sind. Partiell liegen Schwarztorflagen (Bruchwaldtorfe) auf. Aus Bundsandstein sind die umgebenden Berge (Kauert, Lehm-Berg, Bichtenberg) aufgebaut. Hier und da ragen an ihren Flanken (Kauert) Felsen auf. Manchmal direkt von der Talsohle aus. Öfter jedoch sind die Felsfüße vom eigenen Verwitterungsschutt umhüllt.
Der Bundsandstein besteht aus miteinander verbundenen Quarzkörnern, Hellglimmerplättchen, Eisenoxiden und tonigen Einlagerungen (sog. Tongallen). Sind sehr viele Grobgerölle (Kieselsteine) eingelagert, spricht man von einem Konglomerat. An den Felsen lässt sich deren stratigraphische Zuordnung an der Färbung, Körnigkeit, Bindesubstanzen respektive Bindungsart und den Verwitterungsformen erkennen. Die Berge um das Naturschutzgebiet herum, samt ihrer Felsen gehören den Trifelsschichten an, die von den Rehbergschichten überlagert werden Diese Gliederung, einschließlich der Karlstalschichten, gilt nur für den pfälzischen Buntsandstein. Nach der neusten Deutung werden die beiden Erstgenannten unter dem Oberbegriff Unterer Bundsandstein zusammengefasst.
Seit seiner Entstehung haben die Kräfte der Natur am Bundsandstein genagt und ihn verwittern lassen. An den Felsformationen könnt ihr im Schwerpunkt drei verschiedene Verwitterungsformen beobachten:
Schichtige Verwitterung:
An einigen Felsformationen könnt Ihr Schichtung beobachten. Diese sichtbar herausgewitterten Schichtstrukturen entstanden, als sich Sedimente aus fließendem Wasser in Schwemmkegeln absetzten. Horizontale Ablagerungen lassen auf ein stehendes Gewässer oder Meer ohne großartige Wasserbewegung schließen. Schräg- und Kreuzschichtungen entstanden aufgrund unterschiedlicher Strömungen oder Unwetterereignisse, wie Starkregen. Convolute-bedding Strukturen (Wickelschichtung) sind das Ergebnis plötzlich auftretender Ereignisse, wie beispielsweise Erdbeben, die die geordneten Schichten durcheinandergewirbelt haben.
Wabenverwitterung:
Wasser löst Kalk (Bindemittel des Sandsteins) und sickert durch die Gesteinsschichten. Besonders an Steilwänden und Überhängen verdunstet das Wasser und das Gestein festigt sich. Ablagerungen von bitterem Tonerdesalz (Alaun) zerstören die Strukturen und fördern die Wabenbildung. Es handelt sich um eine chemische Verwitterung.
Kugelverwitterung:
Wie die Wabenverwitterung ist auch die Kugelverwitterung eine chemischen Verwitterungsform. Oft lässt sich keine eindeutige Einteilung vornehmen. Denkbare Lösungsvorgänge wären hier solche von Gips, Kalk und Salz. Charakteristisch sind hier kugelige Formen.
An den Koordinaten findet Ihr diverse Infotafeln zur Geologie, Flora und Fauna im Moosbachtal. Nach dem Lesen werdet Ihr die Fragen 1 bis 3 beantworten können. Zur Beantwortung der Fragen 4 bis 6 wandert bitte zu einer der Felsformationen in der Umgebung. Einige Felsen habe ich als Wegpunkte erstellt. Ihr könnt aber auch einen der anderen Felsen ansteuern.
Schickt uns eure Antworten via Nachrichten Center und logt anschließend. Falls etwas nicht stimmen sollte werden wir uns bei euch melden. Viel Spaß!?!
1. Nennt die vier Schichtungen des „Unteren Bundsandsteins“ von oben nach unten.
2. Wie nennt man die eigentümliche Verwitterungsform, bei der sich übergangslos Groß- bis Feinstrukturen verfolgen lassen?
3. Welchen Schichten gehören die Berge und Felsen in der Nähe an und von welchen Schichten wurden sie überlagert?
4. Besucht einen der naheliegenden Felsen (z. B auf dem Dahner Felsenpfad) und beschreibt die
a) Farbe des Gesteins
b) Ausrichtung der Schichtungen.
Gebt auch den Namen des Felsens an.
5. Am Buntsandstein sind sogenannte Kleinverwitterungsformen sichtbar. Beschreibt bitte, wie die Verwitterung aussieht und nennt ihren Namen. Warum glaubt ihr, ist diese Verwitterungsform hier zu sehen?
6. Macht bitte ein Bild (gerne auch mit Euch oder einem persönlichen Gegenstand) vor einer Felsformation und hängt dieses dem Log an.