Strudeltöpfe
Strudeltöpfe gehören zu den typischen Phänomenen von dynamischen Gebirgsflüssen und Wasserfällen. Du findest die rundlichen Kessel im anstehenden Festgestein oder in großen Felsblöcken, über die das Wasser strömt. Fast sehen sie aus, als wären si von Menschenhand geschaffen, in Wirklichkeit hat sie zugleich die intensive Wassererosion ausgehölt und poliert.
Durch Bildung von Strudeln und Wasserwalzen wird dieser Erosionsprozess verstärkt. Es entstehen trichter- oder kesselförmige Hohlräume, die Durchmesser von wenigen Dezimetern bis zu mehreren 100 Metern erreichen
Als Gumpen werden überwiegend beckenartige Strudeltöpfe bezeichnet, die von Sturzbächen in den felsigen Untergrund eines Bachbetts erodiert werden. Sie entstehen oft in dichter Folge und gestalten dann das Bachbett stufenförmig. Dadurch kann der Bach Kaskaden bilden. Die hiermit verbundene weitere Vergrößerung dieser Strudeltöpfe unterscheidet die Gumpen von Kolken.
Wie entstehen diese konkret:

Einfallswinkel und Ausfallswinkel

- Durch die Felsstufe bildet sich durch das abfließende Gletscherwasser ein Wasserfall.
- Nach und nach wäscht die Erosion durch den turbulenten Abfluss in dem darunterliegenden Gestein einen Kessel aus. Geologen sagen auch: Der Wasserfalkk kolkt an seinem Fuß ein Strudelloch aus, der im Volksmund auch "Gumpen" genannt wird.
- Je weicher das Gestein am Fuß ist, desto schneller verläuft die Auskolkung durch herumwirbelndes Gesteinsfragmente, die wie natürliche Bohrköpfe wirken. So findest Du am Boden öfters kantige Gesteinsfragmente oder Gerölle, mit denen sich das wirbelnde Wasser ammmählich in den festen Stein bohrt und den Kolk erweitert. Nach längerer Zeit sind die Gerölle in den Strudeltöpfen poliert und abgerundet. Am besten eignen sich dazu Gerölle mittlerer Härte; die weicheren werden schnell zerrieben und die härteren bleiben kantig.
Quelle: Robert Yarham - Landschaft lesen, Wikipedia
Vor Ort findest Du sowohl einen Wasserfall, der gerade einen neuen Strudeltopf bildet, sowie einen alten Strudeltopf etwas oberhalb und links vom Wasserfall.
Um diesen Eartcache zu loggen, beantworte bitte vor Ort die folgende Fragen:
1. Schaue dir zuerst den alten inaktiven Strudeltopf an
Welchen Durchmesser hat er und welche Tiefe schätzt Du ihn?.
Befühle die Ränder des Strudeltopfes. Sind sie eher rauh oder glatt? Fühlst Du Unterschiede im vorderen oder hinteren Bereich?
Findest Du Gerölle darin und sind diese eher kantig oder poliert?
Schaue nun oberhalb des Strudeltopfes. Warum ist dieser nicht mehr aktiv? Welche Hinweise kannst Du erkennen?
2. Schaue dir nun den aktiven Strudeltopf beim Wasserfall an.
Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Entstehung von Strudeltöpfen, beschreibe mit eigenen Worten, was hier geschieht.
Mit welchem Winkel dringt das Wasser in das Becken und mit welchem tritt es wieder aus?
Wenn sich dieser Vorgang viele Tausend Jahre so ungehindert fortsetzen kann, was glaubst Du passiert. Wie verändern sich die beiden Winkel?
3. Mache ein Foto
Seit dem 10. Juni 2019 darf ein Logfoto gefordert werden. Stelle bitte ein Foto mit ein, welches den Besuch dort dokumentiert, zugleich keine Antworten zu den gestellten Fragen verrät - euer GPS-Gerät, Talisman oder ein anderer persönlicher Gegenstand mit auf dem Logfoto wird gern gesehen!
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Viel Spaß beim Erkunden