Der Forstverwalter Friedrich Haase wurde am 27.09.1917 von einem fahnenflüchtigen Unteroffizier namens Riesenberg, der zuvor Verwalter des Gutes Emkendorf gewesen war, unter einem Vorwand in den Wald gelockt und dort erschossen, um an den Schlüssel der Gutskasse des Gutes Emkendorf zu gelangen. Anschließend stahl der Mörder eine größere Geldsumme aus dem Kassenschrank. Haases verscharrte Leiche wurde erst am 7.10.1917 gefunden. Die Aufschrift auf dem Grab, der Förster Haase wäre von einem Wilderer ermordet worden, ist daher unzutreffend.
Der Mörder konnte flüchten, stellte sich aber später in Altona der Polizei und wurde anschließend wegen Mordes zum Tode und zusätzlich wegen Fahnenflucht und Urkundenfälschung zu vier Jahren Haft verurteilt. Gegen das Todesurteil ging Riesenberg, der den Mord abstritt, mehrfach in Berufung und flüchtete im Januar 1919 sogar aus der Haft in Flensburg. Als er schließlich im April 1920 in Hamburg erkannt und erneut verhaftet wurde, war die Todesstrafe bereits abgeschafft. Über das weitere Schicksal Riesenbergs ist mir nichts bekannt.
So, nach diesen dunklen Geschichten aus alter Zeit wünschen wir viel Spaß mit der Dose, die du hoffentlich schnell finden kannst :)
Bis bald im Wald,
guuul und guuuline